Nur 53 % der Deutschen besitzen Wohneigentum – der europaweite Schlusslichtplatz

Edgar Wilmsen
Edgar Wilmsen
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Eine Deutschlandkarte mit farblich kodierten Regionen, die den Prozentsatz der Menschen darstellen, die im Bundesland Frankfurt leben, begleitet von einem Text auf der linken Seite, der die Bevölkerungsdichte erläutert.Edgar Wilmsen

Nur 53 % der Deutschen besitzen Wohneigentum – der europaweite Schlusslichtplatz

Wie viele Menschen in Deutschland besitzen eine Immobilie, liegt weiterhin bei nur 53 % – der niedrigste Wert in ganz Europa. In Nordrhein-Westfalen sinkt sie sogar auf 38,5 %, während Städte wie Düsseldorf und Köln Werte von unter 25 % verzeichnen. Am Tag der sozialen Gerechtigkeit unterstreichen diese Zahlen die wachsende Kluft zwischen Eigentümern und Mietern.

Noch vor 2022 war der Kauf einer Immobilie in Nordrhein-Westfalen fast genauso erschwinglich wie das Mieten. Doch mit dem Anstieg der Zinsen Ende 2022 änderte sich dies grundlegend: Wohneigentum wurde deutlich teurer. Hohe Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notargebühren schlagen mit weiteren 10 bis 12 % auf den Kaufpreis auf – für viele ein unüberwindbares Hindernis.

Tradition des Mietwohnens prägt den Markt Die deutsche Wohnkultur ist historisch tief im Mietmodell verwurzelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg festigte der rasche Bau von Mietwohnungen dieses System, gestützt durch starke Mieterschutzrechte. Bis heute gilt Mieten für viele als sicherer als der Kauf einer Immobilie.

Preisentwicklung: Schwankungen mit klarem Aufwärtstrend Die Immobilienpreise zeigten in den vergangenen Jahren starke Schwankungen: 2022 sanken die Kosten um 9,7 %, der Bodenrichtwert in Hamburg fiel von 761 auf 687 Euro pro Quadratmeter. 2023 folgte ein leichter Rückgang um 0,3 %. Doch 2024 stiegen die Preise wieder um 4,1 %, 2025 sogar um 10,2 %. Die Hypothekenzinsen pendelten sich bis Ende 2025 zwischen 3,4 % und 3,7 % ein – doch die Erschwinglichkeit bleibt ein zentrales Problem.

Soziale Ungleichheit spiegelt sich im Wohnmarkt wider Die Kluft zwischen Mietern und Eigentümern ist auch Ausdruck tieferer sozialer Ungleichheiten. Wohneigentum konzentriert sich zunehmend auf bestimmte Bevölkerungsgruppen, während viele den Einstieg in den Markt nicht schaffen.

Die Daten zeigen einen klaren Trend: Der Erwerb von Wohneigentum wird in Deutschland immer schwieriger. Steigende Kosten, hohe Abgaben und begrenzte Finanzierungsspielräume vertiefen die Spaltung zwischen Mietern und Eigentümern. Vorerst bleibt das Mieten – besonders in den Städten mit den niedrigsten Eigentumsquoten – das vorherrschende Wohnmodell.

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