Facharzt-Überweisungen in der Krise: Warum Patienten monatelang auf Termine warten müssen
Facharzt-Überweisungen in der Krise: Warum Patienten monatelang auf Termine warten müssen
Deutschlands Überweisungssystem für Fachärzte steht in der Kritik
Nach Berichten über Missbrauch und steigende Kosten gerät das deutsche Überweisungssystem für Facharzttermine zunehmend unter Druck. Trotz Regelungen, die einen fairen Zugang sichern sollen, kämpfen viele Patienten und Ärzte weiterhin mit Verzögerungen und Konflikten. Nun stellen Behörden infrage, ob das aktuelle System tatsächlich die versprochenen Verbesserungen für Bedürftige bringt.
Das bestehende Überweisungsverfahren sollte eigentlich sicherstellen, dass Patienten bei medizinischer Dringlichkeit schneller an Fachärzte vermittelt werden. Doch wie der Bundesrechnungshof feststellte, haben sich die Wartezeiten nicht verkürzt – im Gegenteil: In einigen Fällen sind sie sogar länger geworden. Seit der Einführung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) und des dazugehörigen Terminserviceregisters (TSR) im Jahr 2019 liegen die durchschnittlichen Wartezeiten bundesweit weiterhin bei drei bis vier Wochen. In Regionen wie Baden-Württemberg und Bayern sind die Verzögerungen mit zwei bis drei Wochen etwas kürzer, während ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Brandenburg aufgrund eines Mangels an Fachärzten oft vier bis fünf Wochen oder länger warten lassen.
Hausärzte berichten von wachsendem Druck, unberechtigte Dringlichkeitsüberweisungen auszustellen. Rund 750 Ärzte in Deutschland geben an, dass Fachärzte unnötige Dringlichkeitscodes angefordert hätten – allein in Nordrhein-Westfalen wurden über 200 solche Fälle gemeldet. Einige Hausärzte werfen bestimmten Fachärzten vor, das System auszunutzen, um ihre Einnahmen zu steigern.
Die Regeln sind eigentlich klar: Hausärzte dürfen Patienten nicht grundlos abweisen, um eine Überweisung zu erzwingen, und Dringlichkeitscodes sollten nur bei medizinischer Notwendigkeit vergeben werden. Dennoch kommt es immer wieder zu Streit, wenn Patienten Überweisungen verlangen, die Ärzte nicht rechtfertigen können. Der Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa) räumt ein, dass Überweisungen zwar rechtmäßig seien, wenn sie begründet sind, sie aber keine zusätzlichen Terminkapazitäten schaffen.
Nun fordern der Bundesrechnungshof und der GK-Spitzenverband, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, das bestehende System abzuschaffen. Ihre Prüfung zeigt: Die Kosten sind deutlich gestiegen, doch es gibt kaum Belege für schnellere oder bessere Behandlungen.
Die Debatte um Facharztüberweisungen offenbart die Kluft zwischen Theorie und Praxis. Da sich die Wartezeiten nicht verbessert haben und die Ausgaben steigen, könnte eine grundlegende Reform der Regeln anstehen. Bis dahin bleiben Patienten und Ärzte in einem System gefangen, in dem Verzögerungen und Konflikte an der Tagesordnung sind.
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