Europaminister Liminski umschifft Dom-Eintritt dank exklusiver Vereinsmitgliedschaft

Traudl Gertz
Traudl Gertz
2 Min.
Der Eingang zum Kölner Dom in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür.Traudl Gertz

Minister Liminski kann weiterhin kostenlos in den Kölner Dom - Europaminister Liminski umschifft Dom-Eintritt dank exklusiver Vereinsmitgliedschaft

NRW-Europaminister Nathanael Liminski umgeht neue Eintrittsgebühr für den Kölner Dom – dank seiner Mitgliedschaft im Dombauverein

Der Europaminister von Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, wird künftig keine Eintrittsgebühr für den Kölner Dom zahlen müssen – und das verdankt er seiner Mitgliedschaft im Dombauverein. Die geplante Abgabe, die ab Juli 2026 erhoben werden soll, dient der Finanzierung der Erhaltung des historischen Kölner Doms. Liminski gab jedoch zu, dass er zunächst Schwierigkeiten mit der Idee hatte, von Besuchern Geld für den Zugang zu einem Kölner Wahrzeichen zu verlangen.

Die genaue Höhe der Gebühr für Touristen, die das Innere des Kölner Doms besichtigen möchten, steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen werden den Betrag in den kommenden Wochen festlegen. Die Einführung wurde zudem auf Mitte 2026 verschoben – statt wie ursprünglich geplant bereits 2024. Hintergrund der Entscheidung sind Bedenken, den Denkmalschutz mit dem öffentlichen Zugang in Einklang zu bringen.

Liminski, der selbst Mitglied im Dombauverein ist, scherzte über die Vorteile seiner Position und sagte: "Es muss ja auch Vorteile geben, wenn man als berüchtigt katholisch gilt." Seine Mitgliedschaft berechtigt ihn zum kostenlosen Eintritt, doch betonte er, dass Gläubige und Gottesdienstbesucher weiterhin befreit bleiben. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Ausnahme mehr Menschen dazu bewegen könnte, die Kölner Kathedrale zu besuchen.

Bei der Bewertung des Vorgehens des Kölner Doms erinnerte Liminski an frühere Kontroversen, etwa die Finanzierung des Petersdoms durch Ablasszahlungen. Er lobte die heutige Führung für ihre Transparenz angesichts der finanziellen Herausforderungen bei der Erhaltung der 144 Jahre alten Kathedrale. Die Gebühr werde nicht nur Einnahmen generieren, sondern auch die enormen Kosten für die Bewahrung eines solchen Kölner Wahrzeichens verdeutlichen, so Liminski.

Die neue Abgabe gilt ausschließlich für Touristen, nicht jedoch für Gottesdienstbesucher oder Mitglieder des Dombauvereins. Die Domverantwortlichen wollen die Mittel nutzen, um die steigenden Instandhaltungskosten zu decken, den Zugang für Gläubige aber weiterhin ermöglichen. Die endgültige Höhe der Gebühr und die genauen Modalitäten der Umsetzung werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

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