Wasserstoffprojekt in Düren: 35 Millionen Euro für eine kaum genutzte Elektrolyseanlage
Wasserstoffprojekt in Düren: 35 Millionen Euro für eine kaum genutzte Elektrolyseanlage
In Düren, im Westen Deutschlands, entsteht im Brainergy Park in Jülich eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 10 Megawatt. Die 35 Millionen Euro teure Anlage erhielt 14,7 Millionen Euro Bundesförderung und soll bis zu 1.577 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Doch die aktuelle Nutzung liegt weit unter der Kapazität – die langfristige Wirtschaftlichkeit steht infrage.
Der Bau der Anlage folgt auf Jahre wachsender Unterstützung für Wasserstoffprojekte in Nordrhein-Westfalen. Seit 2020 fließen Mittel aus Landes- und Bundesprogrammen, darunter die Initiative NRW.H2 (2021), die Bundesauktion H2Global (2022) sowie EU-geförderte Programme wie der Innovationsfonds. Allein über Wasserstoff.NRW wurden über 500 Millionen Euro bereitgestellt, während Projekte wie der Elektrolyseur von RWE in Lingen zusätzlich von EU-Geldern profitieren.
Bei voller Auslastung könnte die Dürener Anlage 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde erzeugen. Doch die Nachfrage ist gering: Nur 20 Wasserstoffbusse sind in der Region im Einsatz, die jährlich etwa 72 Tonnen verbrauchen. Damit läuft die Anlage mit einer Auslastung von lediglich 4,6 bis 7,2 Prozent – weit entfernt von effizienten Werten.
Die geringen Produktionsmengen treiben die Kosten in die Höhe. Bei der Herstellung von Wasserstoff für nur 20 Busse entstehen Aufwendungen von 105 bis 140 Euro pro Kilogramm, inklusive Strom und Wartung. Die jährlichen Kapitalkosten der Anlage belaufen sich auf 4,97 Millionen Euro, was zusätzliche 69 Euro pro Kilogramm für die Infrastruktur bedeutet. Die Emissionen variieren je nach Produktionsmethode: Grüner Wasserstoff aus Erdgas setzt jährlich 43,9 bis 48,8 Tonnen CO₂ frei, während die Elektrolyse mit dem deutschen Strommix 81 bis 86 Tonnen verursacht.
Die Zukunft des Projekts hängt von einer deutlichen Steigerung der Nachfrage ab. Ohne eine Verzehnfachung der Nutzung droht die Anlage ineffizient zu werden, während weitere Investitionen fließen. Diese Herausforderung steht im Kontrast zu bundesweiten Trends: Immer mehr Verkehrsbetriebe setzen auf batterieelektrische Busse, die mit rund 34,2 Tonnen CO₂ pro Jahr deutlich weniger ausstoßen als Dieselmodelle (79,5 Tonnen). Zudem arbeitet Deutschland an der Dekarbonisierung des Stromnetzes, was die Emissionen im Elektroverkehr weiter senken könnte.
Die Dürener Anlage verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Hürden der Wasserstoffinfrastruktur. Bei der derzeitigen Nachfrage – beschränkt auf eine kleine Busflotte – bleiben die Kosten pro Kilogramm hoch, und die Klimavorteile hängen von der Produktionsweise ab. Eine Ausweitung der Nutzung wird entscheidend sein, um die Effizienz zu steigern und die 35-Millionen-Investition zu rechtfertigen. Gleichzeitig zeigen der Umstieg auf E-Busse und die Stromnetz-Dekarbonisierung alternative Wege zur Reduzierung der Verkehrsemissionen auf.
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