Reul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Edgar WilmsenReul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Fußballvereine wegen ihres Umgangs mit Stadionrowdys
Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat sich scharf gegen Fußballvereine wegen deren Vorgehen bei der Ahndung von Stadionstörern ausgesprochen. Er bemängelt, dass Verzögerungen bei der Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung von Gewalttätern inakzeptabel seien und mit schärferen Maßnahmen bekämpft werden müssten.
Reul wirft den Vereinen vor, zu zögerlich gegen gewalttätige oder randalierende Fans vorzugehen. Diese Zurückhaltung, so der Minister, rühre aus der Angst vor Repressalien durch Ultragruppen. Dadurch könnten Täter zu lange ungestraft bleiben.
Der Minister betont, dass die Sicherheit in Stadien eine staatliche Aufgabe sei und nicht zu einer finanziellen Belastung für die Vereine werden dürfe. Er lehnt es ab, dass Clubs privat die Polizeipräsenzen bei Spielen finanzieren. Stattdessen schlägt er ein neues Gesetz vor, das Vereine für überlange Verzögerungen bei Strafverfahren gegen Störer bestraft.
Reul fordert zudem strengere Vorschriften, um die allgemeine Sicherheit in Stadien zu verbessern. Sein Fokus liegt darauf, die Vereine in die Pflicht zu nehmen, schneller gegen Gesetzesbrecher vorzugehen. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, Strafverfahren zu beschleunigen und die Verantwortlichkeiten für die Stadionabsicherung klarer zu regeln. Bei Nichteinhaltung der neuen Regeln drohen den Vereinen Sanktionen. Reuls Reformvorstoß spiegelt die wachsende Sorge um das Fanverhalten und dessen Auswirkungen auf die Sicherheit an Spieltagen wider.






