Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit öffentlicher Zeremonie
Traudl GertzMeerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit öffentlicher Zeremonie
Meerbusch gedenkt mit öffentlicher Zeremonie am 9. November 2025 des 87. Jahrestags der Reichspogromnacht
Die Stadt Meerbusch veranstaltet am 9. November 2025 eine öffentliche Gedenkfeier zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht. Die Veranstaltung erinnert an die Opfer der Novemberpogrome von 1938, als in einer Welle von Gewalt und Zerstörung jüdisches Leben in ganz Deutschland brutal angegriffen wurde.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im Rahmen koordinierter Ausschreitungen jüdische Wohnhäuser, Synagogen und Geschäfte überfallen. Jüdische Mitbürger wurden geschlagen, verhaftet oder ermordet, während wütende Mobs Kulturstätten verwüsteten und Gebäude in Brand setzten. Die Gewalt ging als Reichspogromnacht – auch "Nacht der zerbrochenen Scheiben" – in die Geschichte ein.
An der Ecke Kemperallee/Hauptstraße in Lank-Latum erinnert seit 2003 ein Mahnmal an die Opfer. Zudem sind in Osterath und Lank-Latum Stolpersteine – kleine Messingtafeln – in die Gehwege eingelassen, die an die ehemaligen Wohnorte der Verfolgten erinnern.
Die diesjährige Gedenkveranstaltung beginnt um 18:00 Uhr am Mahnmal in Lank-Latum. Bürgermeister Christian Bommers wird die Gedenkrede halten, während Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Lank sowie die Musikpädagogin Christiane Karagaschki das Programm mitgestalten. Die Veranstalter laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, teilzunehmen, und betonen die Bedeutung des Erinnerns sowie der Solidarität gegen Hass.
Die Zeremonie steht für ein klares Bekenntnis gegen Intoleranz und für die Wahrung der Menschenwürde. Indem die Teilnehmenden am Mahnmal zusammenkommen, ehren sie die Vergangenheit und erneuern ihr Engagement für eine Zukunft ohne Verfolgung.






