Kürbis-Suppen-Fest in Wiesbaden feiert Kunst und Gemeinschaft mit lebendiger Skulptur
Evi HeuserKürbis-Suppen-Fest in Wiesbaden feiert Kunst und Gemeinschaft mit lebendiger Skulptur
Kürbis-Suppen-Fest lockt bunte Schar nach Wiesbaden
Eine kleine, aber lebendige Menschenmenge versammelte sich am Samstagmorgen in Wiesbaden zum Kürbis-Suppen-Fest. Die Veranstaltung feierte Kunst und Gemeinschaft gleichermaßen – im Mittelpunkt stand dabei eine einzigartige Skulptur, die Natur und kreatives Design vereint. Besucher tauschten Rezepte aus, sangen gemeinsam Lieder und genossen die Aromen der diesjährigen Ernte.
Das Fest fand neben der Kürbisskulptur auf dem Gelände der Dern'schen Anlagen statt, die ursprünglich 2004 für den Wiesbadener "Kunstsommer" geschaffen wurde. Der Künstler Michael Dern entwarf das Werk, das sich seither weiterentwickelt hat: Heute besteht es aus nachhaltigen Materialien wie recycelten Kunststoffen und biologisch abbaubaren Verbundstoffen. Bis 2025 kamen heimische Bepflanzungen, Regenwassersammlung und Maßnahmen zur Förderung der lokalen Artenvielfalt hinzu – damit sank der CO₂-Fußabdruck des Areals um 30 %.
Die Skulptur selbst ist ein lebendiges Kunstwerk: Jährlich ranken Kürbisranken durch drahtgeformte Gerüste. Nach ihrer Premiere im Kurpark wurde sie auf Wunsch der Anwohner an ihren heutigen Standort nahe dem Wochenmarkt verlegt. Im Laufe der Jahre inspirierte sie zahlreiche Gemeinschaftsprojekte, darunter die "Kürbis-Kollektiv"-Workshops 2022 und die öffentliche Kunstreihe "GrünSkulptur" 2024, die über 5.000 Menschen für ökologische Initiativen begeisterten.
Rund zwei Dutzend Gäste erkundeten beim Fest das bunte Miteinander der Generationen, Kulturen und Geschmäcker. Bevor sie die gespendete Kürbissuppe kosteten, stimmten sie gemeinsam die "Hymne an den Kürbis" an – ein verspieltes Lied des Künstlers Volker Kutscher. Rezepte wurden ausgetauscht, von kleinen Hokkaido-Kürbissen bis zu riesigen Schaukürbissen. Im Zeichen des Gebens und Nehmens erhielt die Skulptur eine neue Rolle: als Ort der Begegnung.
Das Kürbis-Suppen-Fest festigte den Status der Skulptur als lokaler Wahrzeichen und Symbol für Nachhaltigkeit. Durch Kunst, kulinarische Genüsse und geteilte Traditionen brachte es die Menschen zusammen – eine Hommage an den kreativen Geist Wiesbadens. Der Erfolg der Veranstaltung deutet darauf hin, dass sie auch in den kommenden Jahren wiederkehren wird.