Hagener Apotheken schließen für Protest – Forderung nach fairen Reformen
Traudl GertzHagener Apotheken schließen für Protest – Forderung nach fairen Reformen
Apotheken in Hagen schließen am 23. März 2023 im Rahmen eines bundesweiten Protests
Am 23. März 2023 bleiben die Apotheken in Hagen geschlossen – nicht als Protest gegen Kürzungen oder politische Maßnahmen, sondern als Forderung nach längst überfälligen Reformen. Inhaber und Mitarbeiter verlangen gerechtere Bezahlung und eine Erhöhung der festen Abgabegebühr für Medikamente.
Anders als 2021, als sich Apotheker gegen Regierungsbeschlüsse wandten, geht es diesmal darum, dass Gesundheitsministerin Nina Warken zugesagte Reformen endlich umsetzt. Die Verärgerung wächst über das, was die Besitzer als "Doppelmoral" bezeichnen: Während Krankenkassen Lohnforderungen ablehnen, sollen die Beschäftigten niedrige Gehälter hinnehmen.
Sämtliche 27 Apotheken in Hagen bleiben an diesem Tag zu – mit Ausnahme der Bereitschaftsapotheke Victoria, die für Notfälle geöffnet bleibt. Mitarbeiter aller Standorte reisen nach Düsseldorf, um sich einer größeren Kundgebung anzuschließen und so Geschlossenheit in ihren Forderungen zu demonstrieren.
Die Bewegung gewann bereits im November 2023 an Fahrt, als sich 3.500 Apotheker aus Brandenburg, Dresden, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in Dresden versammelten. Ihr Kernanliegen bleibt unverändert: bessere Vergütung und die endgültige Umsetzung der Reformen für lokale Apotheken.
Mit den Schließungen und der Demonstration soll Druck auf Ministerin Warken ausgeübt werden. Die Apothekeninhaber fordern höhere Abgabegebühren und fairere Bedingungen seitens der Krankenkassen. Sollte es keine Fortschritte geben, könnten in den kommenden Monaten weitere Protestaktionen folgen.






