Bergisch Gladbach kauft Industriegelände für Wohnraum und Schule an der Sander Straße
Traudl GertzBergisch Gladbach kauft Industriegelände für Wohnraum und Schule an der Sander Straße
Die Stadt Bergisch Gladbach hat das Grundstück an der Sander Straße 37–47 erworben. Mit dem Kauf setzt sie einen weiteren Schritt im Wandel des Gebiets von industrieller Nutzung hin zu Wohnraum und öffentlicher Entwicklung. Die Abrissarbeiten an den bestehenden Gebäuden laufen bereits.
In den vergangenen zehn Jahren hat das Gelände erhebliche Veränderungen durchlaufen. Zwischen 2016 und 2026 erfolgte der Übergang von industrieller und gewerblicher Nutzung zu Wohnraum. Um 2018 bis 2020 wurden alte Gebäude abgerissen, um Platz für einen neuen Wohnkomplex zu schaffen. Der Projektentwickler Bergischer Wohnbau GmbH vollendete dort 2023 insgesamt 120 Wohneinheiten.
Das Grundstück ist derzeit als unbeplanter Innenbereich nach § 34 der Baugesetzbuches (BauGB) ausgewiesen. Diese Einstufung ermöglicht eine Bebauung, sofern neue Vorhaben zum Charakter der umliegenden Nachbarschaft passen. Künftige Pläne könnten die Umnutzung eines Teils des Geländes für eine Grundschule vorsehen.
Laut Kaufvertrag muss der Verkäufer das Gelände beräumen und sicherstellen, dass es frei von Altlasten ist. Spezialisierte Firmen übernehmen den Abriss und bewerten etwaige neue Befunde. Die Stadt übernimmt das Grundstück erst in vollem Umfang, sobald alle geforderten Standards erfüllt sind und der vollständige Kaufpreis gezahlt wurde. Anschließend wird ein Abschlussbericht über die Abrissarbeiten den örtlichen Behörden vorgelegt.
Mit dem Erwerb rückt Bergisch Gladbach der Neugestaltung des Gebiets einen Schritt näher. Sobald das Gelände freigeräumt ist, könnte es neuen Wohnraum oder eine Schule beherbergen. Die nächsten Schritte der Stadt hängen von der Fertigstellung der Abrissarbeiten und der Altlastenprüfung ab.






