Zoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Edgar WilmsenZoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia
Deutsche Zollbeamte haben bei einer einzigen Razzia fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Die Großkontrolle fand am 16. September 2025 nach einer Routinekontrolle an einer Autobahnraststätte statt. Die Behörden schätzen, dass der mit dem Fall verbundene Steuerausfall mehr als 17.000 Euro beträgt.
Die Aktion begann, als ein 39-jähriger Syrer an der Raststätte Königsforst an der Autobahn A3 angehalten wurde. Die Beamten durchsuchten seinen Kleintransporter und entdeckten Hunderte Kilogramm nicht deklarierten Kaffee. Die beschlagnahmte Ware umfasste etwa 245 Kilogramm löslichen Kaffee sowie über 176 Kilogramm Röstkaffee.
Gleichzeitige Kontrollen in Limburg an der Lahn und Gießen förderten weitere dreieinhalb Tonnen unversteuerten Kaffee zutage. Die Ermittler stießen zudem auf Belege für drei weitere Tonnen, die kürzlich aus den Niederlanden importiert worden waren. Die Gesamtmenge der Beschlagnahmung belief sich auf nahezu vier Tonnen. In Deutschland liegen die Kaffeesteuersätze bei 2,19 Euro pro Kilogramm für Röstkaffee und 4,78 Euro für löslichen Kaffee.
Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung wurde nun ein Verfahren gegen einen 36-jährigen Deutschen eingeleitet, der mutmaßlich für das beteiligte Unternehmen verantwortlich ist. Der Fall folgt auf ein Jahr, in dem der Zoll bundesweit im Jahr 2024 rund eine Milliarde Euro an Kaffeesteuer eingezogen hat.
Der beschlagnahmte Kaffee entspricht einem Steuerausfall von über 17.000 Euro. Die Zollbehörden ermitteln weiterhin, um das volle Ausmaß der Importe und mögliche weitere Steuerhinterziehungen aufzudecken. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Steuerehrlichkeit im Kaffeehandel durchzusetzen.






