Witten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem BirdFree nach behördlichem Verbot
Michaele LindnerWitten stoppt umstrittenes Taubenabwehrsystem BirdFree nach behördlichem Verbot
Witten rüstet Taubenabwehrsystem BirdFree aus – und stoppt es nach behördlichem Einspruch
Am 17. September hatte die Stadtverwaltung Witten das Taubenabwehrsystem BirdFree installiert, um die lokale Taubenpopulation einzudämmen. Die Maßnahme sollte die städtische Sauberkeit verbessern, dabei aber auch den Tierschutz berücksichtigen. Doch nach einem Eingreifen der Behörden wurde das Vorhaben vorläufig gestoppt.
Das System war nach Gesprächen zwischen Stadtvertretern und Taubenfreunden eingeführt worden, die eine Lösung forderten, die dem Artenschutz Rechnung trägt. Bürgermeister Lars König hatte sich mit Tierschützern ausgetauscht und deren Bedenken aufgegriffen.
Kurz nach der Installation prüfte das Veterinäramt des Ennepe-Ruhr-Kreises das Produkt jedoch erneut und widerrief seine ursprüngliche Genehmigung. Eine Fachbeschwerde führte zu einer genaueren Untersuchung – mit dem Ergebnis, dass das System am 22. September wegen möglicher Gefahren für die Vögel verboten wurde. König kündigte daraufhin die sofortige Außerbetriebnahme der Abwehranlage an.
Die im System verwendeten Behälter sollen ab dem 24. September mit Deckeln verschlossen werden; eine vollständige Demontage ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Die Gesamtkosten für Installation und Rückbau stehen noch nicht fest. Tierschützer haben unterdessen schräge Bretter als Alternative vorgeschlagen, doch diese Lösung muss noch von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden.
Der Versuch der Stadt, die Taubenpopulation mit BirdFree zu regulieren, ist damit nach behördlicher Intervention gescheitert. Nun müssen die Verantwortlichen nach anderen Methoden suchen, die den Tierschutzstandards entsprechen. Die endgültigen Projektkosten und der Zeitplan für den Rückbau sind noch offen.






