Willich beschließt Rekordhaushalt 2026 – doch Eltern zahlen mehr für Kitas
Traudl GertzWillich beschließt Rekordhaushalt 2026 – doch Eltern zahlen mehr für Kitas
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in weniger als zwei Stunden verabschiedet – ein Verfahren, das als rekordverdächtig beschrieben wird. Die Entscheidung fiel trotz anhaltender Debatten über die Kosten für Kinderbetreuung und die Unterstützung von Familien. Eltern hatten zuvor Bedenken wegen steigender Gebühren und geplanter Geschwisterzuschläge geäußert.
Die Haushaltsberatungen begannen mit einem Vorschlag der SPD, der Sparmaßnahmen umfasste. Die Partei schlug vor, nicht essenzielle Ausgaben zu kürzen, die Familienförderung jedoch zu erhalten. Gleichzeitig kritisierte sie Pläne, das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende abzuschaffen.
Der Jugendhilfeausschuss lehnte zwei zentrale Vorhaben ab: die Einführung von Geschwistergebühren sowie eine Erhöhung des Beitragssatzes für die Kindertagesbetreuung. Dennoch beschloss der Rat später, die jährliche Gebührenanpassung in diesem Bereich von zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Die Regelung, wonach ermäßigte Geschwistergebühren entfallen, blieb jedoch unverändert.
Sowohl die SPD als auch die Fraktion der Grünen unterstützten den finalen Haushalt. Die Grünen wiesen auf die prekäre finanzielle Lage der Stadt hin, während die SPD zu sparsamer Haushaltsführung aufrief, um Familien vor weiteren Belastungen zu schützen.
Der Haushalt 2026 wurde mit Mehrheit verabschiedet, doch die Spannungen um die Finanzierung der Kinderbetreuung bleiben bestehen. Eltern müssen weiterhin mit höheren jährlichen Gebührensteigerungen rechnen, auch wenn die Geschwisterermäßigungen erhalten bleiben. Die zügige Entscheidung des Rates hat die Sorgen über die Bezahlbarkeit für Familien vor Ort nicht ausräumen können.






