Wie Engelskirchen jedes Jahr Millionen Kinderbriefe an das Christkind beantwortet
Traudl GertzWie Engelskirchen jedes Jahr Millionen Kinderbriefe an das Christkind beantwortet
Jeden November wird eine kleine deutsche Stadt zum geschäftigsten Ziel für die Weihnachtswünsche von Kindern. Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen beherbergt das einzige Christkind-Postamt des Landes – hier treffen jedes Jahr Millionen Briefe aus aller Welt ein. Seit 40 Jahren schicken Kinder ihre Hoffnungen und Träume an diese besondere Adresse und machen daraus eine festliche Tradition wie keine andere.
Das Christkind-Postamt richtete sich jeden Winter in der Alten Baumwollspinnerei ein, direkt neben dem Rathaus von Engelskirchen. Bis Weihnachten fluten bis zu 150.000 Briefe herein, gefüllt mit Wünschen nach Spielzeug, elektronischen Geräten oder einfach mehr Zeit mit der Familie. Manche Kinder legen auch kleine Geschenke bei – Süßigkeiten, Plätzchen oder selbstgemalte Bilder.
Hinter den Kulissen arbeiten 20 Ehrenamtliche – liebevoll "himmlische Helfer" genannt – unermüdlich daran, jeden Brief bis Heiligabend zu beantworten. Birgit Müller ist seit 35 Jahren dabei und sorgt dafür, dass keine Kinderpost unbeantwortet bleibt. Selbst in Blindenschrift gehen Antworten raus, damit jedes Kind die Magie erleben kann.
Die Briefe kommen aus aller Herren Länder, mit Briefmarken aus Japan, Malaysia, Australien, China und Indien. Jeder trägt die Stimme eines Kindes – ob es um einen neuen Computer, ein Handy oder einfach nur um ein fröhliches Fest mit den Liebsten geht.
Seit vier Jahrzehnten beantwortet das Postamt in Engelskirchen die Briefe der Kinder und verwandelt Wünsche in schriftliche Antworten. Mit Millionen von Botschaften, die im Laufe der Jahre bearbeitet wurden, bleibt es Deutschlands beliebteste Adresse für Weihnachtsträume. Die Tradition lebt weiter – Brief für Brief, handschriftlich und voller Herz.






