Wesel feiert historisches Iftar: Gemeinsamkeit statt Grenzen beim Fastenbrechen
Traudl GertzWesel feiert historisches Iftar: Gemeinsamkeit statt Grenzen beim Fastenbrechen
Wesel feiert Premieren-Event: Erstes gemeinschaftliches Iftar-Fastenbrechen
Am 13. März 2026 setzte Wesel ein Zeichen, indem die Stadt erstmals zu einem gemeinschaftlichen Iftar einlud. Die Veranstaltung brachte Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen, um beim gemeinsamen Mahl Einheit und Verständigung zu feiern. Organisiert von lokalen Religionsgemeinschaften und der Stadtverwaltung, sollte der Abend das gegenseitige Verständnis und den Respekt unter den Bürgerinnen und Bürgern vertiefen.
Mit dem Gebetsruf zum Sonnenuntergang, vorgetragen von Julian Agushi von Horizont e.V., begann der Abend. Rund 100 Gäste – darunter Vertreter lokaler Vereine, Migrantenorganisationen, religiöser Gemeinschaften und zivilgesellschaftlicher Initiativen – kamen zusammen, um gemeinsam ihr Fasten zu brechen. Ein vielfältiges Büfett bot anschließend Raum für Gespräche und Begegnungen.
Bürgermeister Rainer Benien betonte in seiner Ansprache die brückenbauende Wirkung des Events. Solche Momente förderten den gegenseitigen Respekt und stärkten den Zusammenhalt in der Stadt, so Benien. Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, griff diesen Gedanken auf und sagte: "Heute Abend brechen wir das Brot miteinander" – ein Symbol für die gemeinsame Menschlichkeit.
Vertreter christlicher und islamischer Gruppen reflektierten über die Themen des Ramadan: Achtsamkeit, Selbstreflexion und Großzügigkeit. Das Iftar war eine gemeinsame Initiative islamischer Kulturvereine, katholischer und evangelischer Kirchen sowie des städtischen Integrationsbüros. Die Organisatoren dankten allen Teilnehmenden für ihren Beitrag zu diesem besonderen Abend.
Wesels Initiative reiht sich ein in ähnliche Veranstaltungen in ganz Deutschland. Bereits 2026 hatten Städte wie Gelsenkirchen und Dortmund interreligiöse Iftar-Feiern veranstaltet – ein Zeichen für den wachsenden Trend, den Ramadan als Anlass für gemeinsame Begegnungen zu nutzen.
Das Iftar in Wesel schuf einen Raum für Dialog und geteilte Erfahrungen. Mit der Teilnahme vielfältiger Gruppen unterstrich die Veranstaltung das Bekenntnis der Stadt zu Inklusion und Zusammenhalt. Die Organisatoren hoffen, dass solche Begegnungen auch in den kommenden Jahren Menschen verbinden werden.






