1. FC Köln steckt nach sieben sieglosen Spielen tief in der Bundesliga-Krise
Evi Heuser1. FC Köln steckt nach sieben sieglosen Spielen tief in der Bundesliga-Krise
Die Krise des 1. FC Köln hat sich nach einem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach weiter verschärft – das Team bleibt nun seit sieben Spielen ohne Sieg. Mit diesem Ergebnis rutschte der Verein auf Platz 15 der Bundesliga ab, nur einen Rang über dem Relegationsplatz.
Sportdirektor Thomas Kessler gab zu, dass die Enttäuschung tief sitzt. Er deutete eine Phase der Reflexion an und kündigte an, das Team werde nach einer kurzen Wochenendpause eine Bestandsaufnahme vornehmen.
Der jüngste Rückschlag ereignete sich in einem torreichen Derby, das mit einem Remis endete. Statt wichtige Punkte zu holen, droht Köln nun der weitere Abstieg in der Tabelle. Sollte der FC St. Pauli am Wochenende zu Hause gegen den SC Freiburg gewinnen, könnte der 1. FC Köln sogar auf den Relegationsplatz abrutschen.
Trotz wachsendem Druck gibt sich Cheftrainer Lukas Kwasniok kämpferisch. Er bezeichnete sich als "den richtigen Mann am richtigen Ort mit dem richtigen Team im richtigen Verein". Kessler hingegen hielt sich mit einer klaren Rückendeckung zurück. Auf die Frage nach Kwasnioks Zukunft vermied er eine eindeutige Bestätigung.
Kwasnioks Bilanz in Köln fällt im Vergleich zu seinen vorherigen Stationen deutlich schlechter aus. Bei SC Paderborn in der 2. Bundesliga (2021–2025) gewann er 43,75 Prozent seiner Spiele, in der 3. Liga mit dem 1. FC Saarbrücken (2019–2021) lag seine Siegquote bei 39,58 Prozent. Seit seinem Amtsantritt beim 1. FC Köln im Juli 2025 jedoch konnte er nur 25 Prozent der Partien gewinnen – sieben Siege in 28 Spielen. Die aktuelle Form bringt das Team damit in akute Abstiegsgefahr.
Trotz der schwachen Ergebnisse behauptet Kwasniok, sich "zu einhundert Prozent" vom Verein unterstützt zu fühlen. Kessler klang da weniger überzeugt. Er kündigte an, sich Zeit für eine Bewertung zu nehmen, und fügte hinzu: "Ich werde heute Nacht darüber schlafen. Wir gehen entspannt ins Wochenende und ziehen dann Bilanz."
Die Lage des 1. FC Köln bleibt prekär – sieben Spiele ohne Sieg sprechen eine deutliche Sprache. Die kommenden Partien werden entscheiden, ob der Klub den Abstiegsrängen entkommt. Die Vereinsführung steht nun vor der schwierigen Aufgabe, die nächsten Schritte sorgfältig abzuwägen – insbesondere in Bezug auf die Zukunft von Lukas Kwasniok.






