Warum der Traum vom Eigenheim in Deutschland immer teurer wird
Immobilienkauf in Deutschland wird immer teurer
In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist der Kauf von Wohneigentum in Deutschland deutlich teurer geworden. Steigende Steuern, strengere Vorschriften und zusätzliche Gebühren treiben die Gesamtkosten beim Erwerb einer Immobilie auf 12 bis 15 Prozent des Kaufpreises in die Höhe. Experten warnen, dass die Politik der Regierung den Traum vom Eigenheim für viele immer weiter in Ferne rücken lässt.
Noch im Jahr 2000 lagen die Nebenkosten beim Hauskauf bei etwa 10 bis 12 Prozent. Heute betragen sie 12 bis 15 Prozent – darunter Notarkosten, Grundbucheintrag, Maklerprovisionen und die Grunderwerbsteuer. Letztere ist in einigen Bundesländern von einst 2 Prozent auf bis zu 6,5 Prozent gestiegen, abhängig von den regionalen Regelungen.
Eine Reform im Jahr 2025 hat zudem die Grundsteuerlast mehr als verdoppelt und die finanzielle Belastung weiter verschärft. Gleichzeitig bleibt Mieten stark staatlich subventioniert, wodurch der Eigentumserwerb im Vergleich noch kostspieliger wirkt. Die Politik betrachtet Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle und führt weitere Pflichtinvestitionen und Steuererhöhungen ein.
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt sogar noch strengere Maßnahmen vor. Dazu gehören eine Besteuerung von Bodenwertgewinnen sowie ein verpflichtendes Bausparmodell nach dem Vorbild der Nachkriegszeit. Da Hypotheken in Deutschland ohnehin schwerer zu erhalten sind als in anderen Ländern, zahlen Käufer bis zur vollständigen Tilgung ihres Darlehens oft das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises.
Im Vergleich zu Nachbarländern fallen die Zusatzkosten in Deutschland zwar moderat aus: In Frankreich liegen sie bei etwa 7 bis 8 Prozent, in den Niederlanden bei 10 bis 13 Prozent und in der Schweiz bei 2 bis 5 Prozent – wenn auch mit höheren Notargebühren. Dennoch macht die Kombination aus steigenden Abgaben und eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten den Immobilienkauf für viele Deutsche zunehmend unattraktiv.
Die Kosten für Wohneigentum in Deutschland steigen weiter – angetrieben durch höhere Steuern, strengere Regelungen und zusätzliche Gebühren. Mit Grunderwerbsteuern von bis zu 6,5 Prozent in einigen Regionen und schwerer zugänglichen Hypotheken zahlen Käufer oft weit mehr als den eigentlichen Kaufpreis. Und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht, denn die Politik nutzt den Immobilienmarkt zunehmend als wichtige Säule der öffentlichen Finanzierung.






