Vom Flüchtling zum Familienvater: Ein Integrationserfolg in Bergisch Gladbach
Edgar WilmsenVom Flüchtling zum Familienvater: Ein Integrationserfolg in Bergisch Gladbach
Seit 2015 haben über 1.000 Geflüchtete in Bergisch Gladbach eine neue Heimat gefunden. Unter ihnen ist Hosheen Shekhi, ein kurdischer Flüchtling aus Damaskus, der im selben Jahr ankam. Sein Weg vom Neuankömmling zum integrierten Mitglied der Gemeinschaft zeigt, wie sowohl Einheimische als auch Geflüchtete gemeinsam an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten.
Hosheen Shekhi kam 2015 erstmals nach Deutschland, auf der Flucht vor dem Konflikt in Syrien. Anfang 2016 zog er bei der Familie Huber in Schildgen, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach, ein. Mit ihrer Unterstützung lernte er schnell Deutsch und bestand sogar ohne formellen Unterricht die B1-Sprachprüfung.
Zur gleichen Zeit gründeten etwa 100 Schildgener Bürger eine Willkommensinitiative für Geflüchtete. Ihr Engagement half Neuankömmlingen, sich im Alltag in Deutschland zurechtzufinden, und bot praktische wie soziale Unterstützung.
Nach einigen Jahren in Niedersachsen kehrte Shekhi ins Rheinland zurück. Seit 2023 arbeitet er bei der örtlichen Arbeitsagentur. Auch privat hat er Fuß gefasst: Er ist verheiratet und Vater eines neun Monate alten Babys. Deutsch ist längst zu seiner Alltagssprache geworden – zu Hause gesprochen und sogar in seinen Träumen präsent.
Seine Geschichte steht exemplarisch für die Integrationserfahrungen in Bergisch Gladbach, wo Geflüchtete und langjährige Einwohner gemeinsam ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen.
Shekhis Weg – vom Flüchtling zum Berufstätigen und Familienvater – zeigt, welche Wirkung gemeinschaftliche Unterstützung entfalten kann. Seine Deutschkenntnisse und seine berufliche Position belegen die nachhaltigen Erfolge früher Integrationsbemühungen. Die lokale Willkommensinitiative in Schildgen spielt unterdessen weiterhin eine zentrale Rolle, um anderen ähnliche Wege zu ebnen.






