31 May 2026, 06:20

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys" – vom Straßenkampf zur Selbstreflexion

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Tim Raues brutale Jugend bei den "36 Boys" – vom Straßenkampf zur Selbstreflexion

Tim Raue kämpfte einst ums Überleben in einer der härtesten Berliner Straßenbanden. Mit 14 bis 16 Jahren schloss er sich den „36 Boys“ in Kreuzberg an – auf der Suche nach Anerkennung und einem Gefühl von Zugehörigkeit. Die Zeit dort hinterließ körperliche und seelische Narben, von denen einige ihn bis heute begleiten.

Die Aufnahme in die Bande war brutal. Neue Mitglieder mussten sich zwei Kämpfern drei Minuten lang stellen. Raue hielt nur wenige Sekunden durch, bevor er verprügelt wurde – eine Gesichtsverletzung blieb zurück, die er heute mit einer Mischung aus Schmerz und Stolz betrachtet.

Gewalt gehörte zum Alltag. Auseinandersetzungen mit verfeindeten Banden waren an der Tagesordnung, meist unter ungleichen Bedingungen: zwei gegen einen, die Gegner oft bewaffnet. Raue gibt zu, dass er häufig fliehen wollte, doch er wusste, dass Angst zeigen ihm jeden Respekt gekostet hätte.

Damals gab ihm die Bande, wonach er sich sehnte: Akzeptanz. Doch der Preis war hoch. Jahre später blickt er auf diese Phase mit veränderter Perspektive zurück – er lehnt Gewalt ab, versteht aber die Denkweise, die ihn einst antrieb.

Der Journalist Paul Christoph Gäbler hielt diese Erlebnisse später in einem Buch über die „36 Boys“ fest. Der Bericht zeigt die ungeschönte Realität von Raues Jugend, in der Überleben bedeutete, sich in jeder Situation als hart zu erweisen.

Raues Zeit bei den „36 Boys“ prägte ihn auf eine Weise, die bis heute sichtbar ist. Die Narben und Erinnerungen bleiben – doch seine Haltung zur Gewalt hat sich grundlegend gewandelt. Seine Geschichte steht heute als Mahnmal für die Entscheidungen, die man im Streben nach Zugehörigkeit trifft, und die Folgen, die sie mit sich bringen.

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