13 June 2026, 04:21

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Technologie in Duisburg

Wasserstoff ersetzt Hochofen: Planungsauftrag für DRI-Anlage in Duisburg vergeben

Thyssenkrupp revolutioniert Stahlproduktion mit Wasserstoff-Technologie in Duisburg

Thyssenkrupp baut sein Stahlwerk in Duisburg um und ersetzt die Hochöfen durch eine Anlage zur direkten Reduktion von Eisenerz (DRI) auf Wasserstoffbasis. Das Projekt soll die CO₂-Emissionen in einem Sektor drastisch senken, der für fast ein Drittel der industriellen Treibhausgase Deutschlands verantwortlich ist. Mit staatlicher Unterstützung wurden für die Initiative Fördermittel in Höhe von 2 Milliarden Euro gesichert.

Die Erdarbeiten begannen Mitte 2024, inzwischen sind Fundamente und Zufahrtsstraßen fertiggestellt. Das Baustellengelände ist fast so groß wie 40 Fußballfelder und wird über 60 Bauwerke umfassen. Die Anlage setzt auf die Midrex-Flex-Technologie, die den Betrieb mit einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff ermöglicht.

Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie jährlich 2,5 Millionen Tonnen eisenarmes, kohlenstoffarmes Heißbrikett-Eisen (HBI) produzieren. Bei voller Kapazität benötigt sie etwa 143.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr – das entspricht 5,6 Terrawattstunden. Die Nutzung von Wasserstoff soll 2028 beginnen, der vollständige Wasserstoffbetrieb ist für 2029 geplant.

Die Anlage könnte die CO₂-Emissionen um bis zu 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren – das wären etwa ein Fünftel der aktuellen Gesamtemissionen der deutschen Stahlindustrie.

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Das Projekt markiert einen tiefgreifenden Wandel für den Thyssenkrupp-Standort Duisburg. Es wird die Emissionen deutlich senken, ohne die Stahlproduktion im großen Maßstab zu beeinträchtigen. Die Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen fördern die Umstellung gemeinsam, um diesen Wandel zu unterstützen.

Quelle