Suchtberatungsstellen in Deutschland stehen vor dem finanziellen Kollaps
Evi HeuserSuchtberatungsstellen in Deutschland stehen vor dem finanziellen Kollaps
Suchtberatungsstellen in Deutschland kämpfen ums Überleben – drei Viertel der öffentlich geförderten Einrichtungen können ihre Kosten nicht decken
Die Diakonie Mönchengladbach fordert nun nachhaltige Finanzierung, um diese lebenswichtigen Angebote zu sichern. Ihr Beratungszentrum in Rheydt unterstützt seit fast 50 Jahren Betroffene und Angehörige.
Die Suchtberatungsstelle der Diakonie in der Mittelstraße 12 in Rheydt existiert seit 1975. Allein im vergangenen Jahr wandten sich 918 Menschen mit Abhängigkeitsproblemen – ob von Alkohol, Medikamenten oder digitalen Medien – an die Einrichtung. Das Angebot umfasst Einzelgespräche, Familienberatung sowie Hilfe bei der Entwicklung von Bewältigungsstrategien.
Zudem gibt es eine offene Informations- und Motivationsgruppe, die einen geschützten Rahmen bietet, um über persönliche Herausforderungen zu sprechen und erste Schritte in Richtung Veränderung zu gehen. Die Beraterinnen und Berater helfen Klientinnen und Klienten dabei, Abhängigkeiten zu erkennen, Therapieplätze zu finden und Krisen frühzeitig abzuwenden.
Solche Maßnahmen wirken weit über den Einzelfall hinaus: Sie verringern das Risiko von Folgeerkrankungen, senken die Kriminalitätsrate und stärken Bildung sowie sozialen Zusammenhalt. Doch trotz dieser gesellschaftlichen Bedeutung gefährden Finanzierungslücken die Zukunft vieler Beratungsstellen im Land.
Die Diakonie blickt auf fast ein halbes Jahrhundert Engagement zurück – doch nun setzt der wirtschaftliche Druck diese wichtigen Angebote aufs Spiel. Ohne stabile Förderung könnten viele Einrichtungen ihre aktuellen Hilfsangebote nicht aufrechterhalten. Ihr Fortbestand hängt davon ab, langfristig ausreichende Mittel zu sichern.






