Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt noch immer
Edgar WilmsenSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt noch immer
Solingens Innenstadt steckt in tiefen wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten. Leerstehende Läden, ein mangelndes Angebot an Dienstleistungen und der Mangel an Begegnungsstätten haben das Viertel in einen prekären Zustand versetzt. Zwar gab es Initiativen wie die Glaserne Werkstatt, doch ein umfassendes Masterkonzept fehlt bis heute.
Der Niedergang der Innenstadt vollzog sich über viele Jahre hinweg. Ausschlaggebend waren unter anderem die Abwanderung von Dienstleistungen in größere Städte und die Verlagerung der Industrie ins Ausland. Viele dieser Ursachen liegen außerhalb des direkten Einflussbereichs Solingens.
Walsken plädiert für dringendes Handeln, um die Entwicklung umzukehren. Notwendig sei ein ganzheitliches Masterkonzept für den gesamten Rings um das Zentrum, das Stadtplanung, soziale Belange, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsförderung berücksichtigt. Die Aufwertung sollte auch auf angrenzende Bereiche wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel ausstrahlen.
Konkrete Maßnahmen sollen die Vernetzung der Gläsernen Werkstatt mit lokalen Start-ups stärken. Weitere Schritte umfassen den Bau von Studentenwohnheimen und Beratungsangebote für Unternehmen, die mit der Digitalisierung kämpfen. Walsken fordert zudem mehr finanzielle Spielräume für die Stadt – weg von Einzelprojekten, hin zu einer flächendeckenden Entwicklung.
Laut Walsken muss der Erneuerungsprozess sofort beginnen. Die Planungsphase solle den Boden für künftiges Wachstum und solide kommunale Finanzen bereiten. Entscheidend für die Belebung der Solinger Innenstadt sei es, eine moderne, mobile und gut verdienende Zielgruppe anzuziehen.
