Solingen fordert gerechte Finanzierung der Notfallversorgung ohne Qualitätsverlust
Michaele LindnerSolingen fordert gerechte Finanzierung der Notfallversorgung ohne Qualitätsverlust
Die Stadt Solingen hat sich in die Debatte über die Finanzierung der Notfallversorgung eingeschaltet. Sie wehrt sich dagegen, dass Kommunen für steigende Kosten verantwortlich gemacht werden. Im Mittelpunkt müsse vielmehr eine schnelle und wirksame Notfallhilfe bleiben, betont die Stadt.
Solingen widerspricht der Vorstellung, dass Gemeinden durch den Ausbau von Leistungen die Ausgaben in die Höhe treiben. Die Standards in der Notfallversorgung ergäben sich aus gesetzlich vorgegebenen Plänen, die gemeinsam mit Krankenkassen und regionalen Behörden erarbeitet würden.
Die Stadt benennt ein zentrales Problem des aktuellen Finanzierungssystems: Rettungsdienste leisteten heute bereits erweiterte Behandlungen vor Ort, doch die Finanzierung spiegle diese Realität nicht wider. Einsätze, bei denen kein Krankenhaustransport erfolge, würden zwar als „Fehlalarm“ eingestuft – erforderten aber dennoch eine vollständige medizinische Versorgung.
Solingen begrüßt die geplanten Bundereformen im Rettungsdienst, besteht jedoch darauf, dass künftig alle Leistungen angemessen erstattet werden müssten. Gleichzeitig warnt die Stadt davor, die anstehende Qualitätsprüfungsphase allein als Sparmaßnahme zu betrachten. Gefordert sei stattdessen eine gemeinsame Analyse unter Einbezug aller Beteiligten.
Ziel der Stadt ist es, Verantwortung, Qualität und Finanzierung in der Notfallversorgung in Einklang zu bringen. Priorität habe dabei, für alle Bürgerinnen und Bürger schnelle und hochwertige Hilfsleistungen zu gewährleisten. Solingen stellt klar: Die Kostendebatte dürfe weder die Schnelligkeit noch die Verlässlichkeit der Notfallversorgung gefährden.
