NRW-Bahnen reduzieren Zugausfälle drastisch – doch der Preis ist weniger Verbindungen
Edgar WilmsenNRW-Bahnen reduzieren Zugausfälle drastisch – doch der Preis ist weniger Verbindungen
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen reduzieren kurzfristige Zugausfälle wegen Personalmangels
Mehrere wichtige Strecken in Nordrhein-Westfalen verzeichnen einen deutlichen Rückgang bei spontanen Zugstreichungen, was die Zuverlässigkeit für Fahrgäste deutlich verbessert. Die Fortschritte folgen auf eine Phase mit massiven Störungen im Jahr 2022.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 gingen die kurzfristigen Ausfälle im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres drastisch zurück. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verzeichnete einen Rückgang um 72 Prozent, während die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) sogar 82 Prozent weniger Ausfälle meldete. Auch der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verbuchte zwischen Januar und März einen Rückgang um 71 Prozent.
Um die Pünktlichkeit zu erhöhen, haben die Betreiber das Angebot auf mehreren Strecken reduziert. Insgesamt fahren nun etwa 4 Prozent weniger Züge. Die verbleibenden Verbindungen kommen jedoch zuverlässiger an als zuvor. Zudem gab es auf den wichtigsten Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX) weniger kurzfristige Streichungen, wie die Verkehrsbehörden berichten.
Langfristig soll durch die Einstellung weiterer Lokomotivführer die Situation weiter verbessert werden. Bis Dezember 2025 wollen die Betreiber genug Personal haben, um auf möglichst vielen Strecken den vollen Fahrplan wiederherzustellen. Das Ziel ist es, bis 2026 wieder 100 Prozent des ursprünglichen Angebots anzubieten.
Die Reduzierung der kurzfristigen Ausfälle hat die Reiseplanung für Fahrgäste bereits deutlich berechenbarer gemacht. Die Betreiber arbeiten weiterhin daran, zusätzliches Personal einzustellen, um gestrichene Verbindungen wieder aufnehmen zu können. Das Fernziel bleibt die vollständige Rückkehr zu den regulären Fahrplänen in den nächsten Jahren.
