Solingen: Briefwahlbeteiligung bei Stichwahl um Bürgermeisteramt sinkt deutlich
Evi HeuserSolingen: Briefwahlbeteiligung bei Stichwahl um Bürgermeisteramt sinkt deutlich
Stichwahl um das Solinger Bürgermeisteramt: Rückgang der Briefwahlbeteiligung
Bei der jüngsten Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu früheren Jahren gesunken. Die Rücklaufquote der Briefwahlstimmen lag bei nur noch 73,3 Prozent – ein Rückgang gegenüber den 81 Prozent bei der Stichwahl 2015. Als Hauptgrund für die geringere Beteiligung nannten die Wahlverantwortlichen die knappen Postfristen.
In diesem Jahr verschickte das Wahlamt 24.229 Briefwahlunterlagen. Bis zum Stichtag gingen 16.415 ausgefüllte Stimmen ein, die gewertet wurden. Weitere 1.348 Wähler, die ursprünglich Briefwahl beantragt hatten, gaben ihre Stimme stattdessen persönlich in den Wahllokalen ab.
Die Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Hauptwahl am 14. September, als 25.586 Briefwahlunterlagen ausgegeben und 22.745 Stimmen gezählt wurden. Diesmal nutzten 6.466 berechtigte Wähler ihr Briefwahlrecht nicht. Das Wahlamt stellte zudem bis zum Mittag des 27. September Ersatzunterlagen für diejenigen aus, die ihre ursprünglichen Unterlagen noch nicht erhalten hatten.
Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine geringere Beteiligung als die Hauptwahl. 2015 lag die Rücklaufquote in der Stichwahl bei 81 Prozent, während die Hauptwahl damals 91,38 Prozent erreichte. Dieses Muster bestätigte sich auch diesmal: Nur etwa ein Viertel der Antragsteller gab die Unterlagen nicht zurück und verzichtete damit auf die Stimmabgabe.
Die endgültigen Ergebnisse bestätigen einen spürbaren Rückgang der Briefwahlbeteiligung bei der Solinger Bürgermeister-Stichwahl. Mit 73,3 Prozent lag die Beteiligung sowohl unter dem Wert der Stichwahl 2015 als auch unter dem der diesjährigen Hauptwahl. Als Gründe für den Rückgang führten die Verantwortlichen Postverzögerungen und die kürzere Frist für die Rücksendung der Unterlagen an.






