02 April 2026, 18:22

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet später als geplant

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene, das einen Überblick über ein Eisenbahnsystem bietet.

S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet später als geplant

Die S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem umfassenden Ausbau – die Finanzierung ist nun gesichert, und die Baugenehmigungen nehmen Gestalt an. Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 305 Millionen Euro für das Projekt bewilligt, sodass das Gesamtbudget nun bei 836 Millionen Euro liegt. Allerdings haben Verzögerungen den Baubeginn auf 2027 verschoben – später als ursprünglich geplant.

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Ursprünglich sollte der Ausbau der S11-Linie bereits 2025 starten, doch anhaltende Planungsverzögerungen – darunter Umweltgutachten, Bodenuntersuchungen und bürokratische Hürden – haben den Zeitplan durcheinandergebracht. Laut aktuellem Stand könnten die Arbeiten für das zweite Gleis frühestens 2027 beginnen. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda geht sogar davon aus, dass die Hauptbauarbeiten erst gegen Ende 2030 anlaufen werden.

Nach Fertigstellung wird die modernisierte Strecke Züge im Zehn-Minuten-Takt anbieten, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Das Projekt umfasst den vollständigen zweigleisigen Ausbau, neue Mittelbahnsteige am Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz sowie einen komplett neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.

DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, hat mittlerweile die Baugenehmigung erhalten und kann nun Ausschreibungen starten sowie Gleissperrungen anmelden. Die erste größere Einschränkung ist für kurz nach Ostern 2026 geplant, wenn die Vorarbeiten für ein digitales Stellwerk in Mülheim beginnen. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle ausstehenden Genehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden.

Trotz der Fortschritte bleibt das Ziel, das zweite Gleis bis Anfang 2032 fertigzustellen, unsicher. Terminkollisionen mit anderen Infrastrukturprojekten könnten zu weiteren Verzögerungen führen.

Der Ausbau der S11 wird die Kapazitäten und die Barrierefreiheit entlang der Strecke deutlich verbessern, sobald er abgeschlossen ist. Mit 531 Millionen Euro vom Bund und 305 Millionen Euro von NRW ist das Projekt voll finanziert. Doch die anhaltenden Verzögerungen bedeuten, dass Fahrgäste länger auf den verbesserten Service warten müssen.

Quelle