Rheinmetalls Aktie steigt trotz Handelskonflikt und Lieferrisiken um 1,6 Prozent
Michaele LindnerRheinmetalls Aktie steigt trotz Handelskonflikt und Lieferrisiken um 1,6 Prozent
Rheinmetalls Aktienkurs stieg am Donnerstag um etwa 1,6 Prozent und beendete damit eine vier Tage andauernde Verlustserie. Der Anstieg folgt auf Erwartungen großer Rüstungsaufträge, obwohl im Sektor weiterhin Bedenken wegen Handelskonflikten und Lieferrisiken bestehen.
Der deutsche Rüstungskonzern hatte zu Beginn der Woche noch mit einer schwächeren Phase zu kämpfen gehabt, in der die Aktie vier Tage in Folge gefallen war. Doch das Investorenvertrauen besserte sich, nachdem das Verteidigungsministerium ankündigte, Mittel für Großaufträge freizugeben – darunter auch mehrstufige Auftragspakete im Milliardenbereich für Rheinmetall.
Das Unternehmen prognostiziert nun einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro. Zwar rechnet es im ersten Halbjahr mit einem leichten Rückgang bei den Erträgen, doch die Führungsetage erwartet eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Zuvor hatte Rheinmetall damit gerechnet, bis 2030 Aufträge im Volumen von bis zu 300 Milliarden Euro in der EU einwerben zu können.
Dennoch bleibt die Rüstungsbranche unter Druck. Ein mögliches Exportverbot Chinas für Seltene Erden – gesehen als Vergeltungsmaßnahme im Handelskonflikt mit den USA – könnte Lieferketten empfindlich stören. Analysten verweisen zudem auf die durch Donald Trumps Politik verursachte Unsicherheit, die die Stimmung im Sektor belastet. Trotz dieser Herausforderungen könnte sich die Perspektive für Rheinmetall aufhellen, falls eine neue Welle von Rüstungsinvestitionen anläuft.
Die aktuelle Kurserholung spiegelt die Zuversicht über anstehende Aufträge wider, doch die Risiken durch Handelsstreitigkeiten und Materialengpässe bestehen fort. Entscheidend für die Erreichung des 13-Milliarden-Umsatzziels wird die Performance des Unternehmens in der zweiten Jahreshälfte sein.






