Rechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordniveau – Mönchengladbach besonders betroffen
Michaele LindnerRechtsextreme Straftaten in NRW auf Rekordniveau – Mönchengladbach besonders betroffen
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen höchsten Stand seit 2001
Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg rechtsextremer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen (NRW) – mit Mönchengladbach als einem der am stärksten betroffenen Gebiete. Lokale Politiker haben sich nun besorgt über den wachsenden Trend geäußert.
Im Jahr 2025 wurden in NRW insgesamt 6.268 rechtsextreme Straftaten registriert – fast 11 Prozent mehr als im Vorjahr (5.641). Das entspricht durchschnittlich 17 solchen Taten pro Tag. Besonders alarmierend: Die Zahl der gewalttätigen Übergriffe stieg um 24 Prozent, während antisemitische Angriffe um 13 Prozent zunahmen.
In Mönchengladbach verzeichnete man einen besonders drastischen Anstieg: 139 rechtsextreme Straftaten im Jahr 2025, gegenüber nur 78 im Vorjahr. Die Stadt gehört damit zu den zehn am stärksten betroffenen Kommunen in NRW. Auch andere Minderheiten wurden vermehrt angegriffen: Hassdelikte gegen Roma stiegen um 47 Prozent, Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung um 27 Prozent.
Lena Zingsheim-Zobel, Landtagsabgeordnete der Grünen, verurteilte die Entwicklung scharf. Sie forderte entschlossenere Maßnahmen gegen Extremismus – nicht nur in Mönchengladbach, sondern im gesamten Bundesland.
Die Zahlen von 2025 markieren den höchsten Stand rechtsextremer Straftaten in NRW seit über zwei Jahrzehnten. Der Anstieg in Mönchengladbach spiegelt einen landesweiten Trend wider: Gewalt und Diskriminierung nehmen zu. Die Behörden stehen nun unter Druck, der eskalierenden Lage entgegenzuwirken.






