Radikale Pläne: Soll die Berliner Friedrichstraße autofrei werden?
Berliner Friedrichstraße vor radikaler Umgestaltung – Debatte über autofreie Zone entbrannt
Die Berliner Friedrichstraße könnte bald ein völlig neues Gesicht erhalten – und sorgt damit für lebhafte Diskussionen unter Stadtplanern und Politikern. Das Büro CKSA, das gemeinsam mit Christoph Kohl Stadtplaner Architekten arbeitet, hat ein ehrgeiziges Konzept vorgelegt: Die Straße soll zu einer autofreien, fahrradfreundlichen Zone umgestaltet werden. Die Vision verbindet dabei den modernen Charakter der Friedrichstraße mit dem eleganten Flair des nahegelegenen Gendarmenmarkts.
Die scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch hatte kürzlich einen Architekturwettbewerb zur Neugestaltung der Friedrichstraße ausgeschrieben. Das CKSA-Konzept geht jedoch noch einen Schritt weiter: Es schlägt vor, die Straße vollständig mit dem Gendarmenmarkt zu verschmelzen. Geplant sind Natursteinpflaster, Kunstinstallationen sowie ein repräsentativer Eingangsbereich für exklusive Läden und Gastronomie.
Doch nicht nur die Friedrichstraße selbst wäre betroffen. Auch die Querstraßen zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt sollten autofrei werden und als öffentliche Freiflächen gestaltet werden. Die Planer sehen eine stufenlose Übergangszone ohne Bordsteine vor den Gebäuden vor – sowohl Autos als auch Fahrräder hätten in dem kombinierten Bereich dann keinen Platz mehr.
Für den Gendarmenmarkt selbst ist ein neues Pflaster aus kleineren, befahrbaren Kopfsteinplatten in quadratischem Muster vorgesehen. Diese Lösung würde Lieferverkehr weiterhin ermöglichen, ohne den hochwertigen Charakter des Platzes zu beeinträchtigen.
Würde der Vorschlag umgesetzt, entstünde ein nahtlos verbundener, exklusiver Stadtbereich zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt. Die autofreie Gestaltung und die Fokussierung auf öffentliche Räume wären ein bedeutender Schritt für die Stadtplanung in Berlin-Mitte. Die weiteren Schritte hängen nun vom Ausgang des ausgeschriebenen Wettbewerbs und den anstehenden Beratungen ab.






