30 June 2026, 14:17

Politisch motivierte Straftaten in Bielefeld steigen 2024 um über 30 Prozent an

POL-BI: Jahresbericht über politisch motivierte Kriminalität 2024

Politisch motivierte Straftaten in Bielefeld steigen 2024 um über 30 Prozent an

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten (PMS) in Bielefeld ist 2024 stark angestiegen. Wie aus dem Jahresbericht der Bielefelder Polizei hervorgeht, gab es einen Anstieg um 32,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – insgesamt 1.163 Delikte. Der vollständige Bericht ist nun auf der Website der Polizei abrufbar.

Mehrere Faktoren trugen zu diesem Anstieg bei. So nahmen Vorfälle im Zusammenhang mit Symbolen verbotener oder terroristischer Gruppen zu, ebenso wie Beschädigungen von Wahlplakaten während der Europawahl. Auch Straftaten mit Social-Media-Bezug stiegen deutlich an: Die Fallzahlen kletterten von 96 im Jahr 2023 auf 166 im Jahr 2024. Davon waren 99 Hasspostings, die überwiegend dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind.

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Nicht alle Kategorien verzeichneten jedoch einen Anstieg. Gewalttätige PMS gingen deutlich zurück – von 58 Fällen im Jahr 2023 auf nur noch 22 im Jahr 2024. Die Aufklärungsquote für alle PMS blieb mit 36,54 Prozent unverändert und entspricht damit den Werten der Jahre 2019 bis 2024.

Antisemitische Straftaten machten 56 der Gesamtzahl aus. Davon wurden 34 dem rechtsextremen Milieu zugeordnet, während 11 auf ausländische Ideologien zurückgingen.

Die Daten für 2024 zeigen ein gemischtes Bild für Bielefeld: Zwar stieg die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten deutlich an, doch ging die Zahl der Gewaltdelikte zurück. Der Polizeibericht bietet eine detaillierte Analyse der Entwicklungen, darunter die anhaltende Rolle von Social Media als Treiber der Kriminalitätsstatistik.

Quelle