05 June 2026, 19:15

Phoenix Engineering: Mitarbeiter kämpfen nach Insolvenz um ihre Existenzgrundlage

Keine Bezahlung, kein Wohnen: Faseroptik-Arbeiter im Rhein-Lahn-Kreis in Not

Phoenix Engineering: Mitarbeiter kämpfen nach Insolvenz um ihre Existenzgrundlage

Mitarbeiter von Phoenix Engineering in existenzieller Not nach Insolvenzantrag

Beschäftigte des Unternehmens Phoenix Engineering stehen nach der Insolvenzanmeldung vor schweren finanziellen Problemen. Viele haben wochenlang keinen Lohn erhalten, andere drohen ob unbezahlter Mieten ihre Wohnungen zu verlieren. Dutzende Angestellte, die an einem großen Glasfaserprojekt mitwirkten, kämpfen mittlerweile darum, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken.

Phoenix Engineering, ein auf Glasfaserinstallationen im Rhein-Lahn-Kreis spezialisiertes Unternehmen, hat kürzlich Insolvenz angemeldet. Als Hauptgründe für den Zusammenbruch nannte das Unternehmen steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen. Die Mitarbeiter, die im Rahmen des Projekts „Our Green Fiber“ (OGF) in über 20 Gemeinden Kabel verlegen sollten, waren mit einem Bruttostundenlohn von 14 Euro eingestellt worden. Doch seit Wochen bleiben ihre Gehälter aus – die ausstehenden Beträge belaufen sich auf mehrere tausend Euro pro Person.

Die Lage spitzt sich weiter zu, da Vermieter, denen die Mieten für Arbeiterunterkünfte schuldig geblieben sind, bereits mit Räumungsklagen drohen. In Koblenz-Güls und Vallendar wurden einige Beschäftigte ohne Vorwarnung obdachlos. Zwar hat der Insolvenzverwalter nun Insolvenzgeld bis Oktober 2025 zugesichert, doch löst dies weder die akuten Wohnungsnotfälle noch die Schuldenprobleme der Betroffenen.

Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts auf Betrug in der Glasfaserbranche, wobei ein direkter Bezug zu Phoenix Engineering bisher nicht bestätigt wurde. Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens beschränken sich nicht auf ausbleibende Löhne: Auch Subunternehmer und Dienstleister klagen über unbeglichene Rechnungen. Die betroffenen Arbeiter, die auf Sozialhilfe verzichten wollen, suchen nun rechtliche Unterstützung bei örtlichen Vertretern der Linken.

Die Insolvenz hat die Beschäftigten in eine prekäre Situation gestürzt – mit ausstehenden Löhnen und der Drohung, ihre Wohnungen zu verlieren. Zwar wird das Insolvenzgeld irgendwann die entgangenen Einkommen abdecken, doch die unmittelbaren Folgen für Wohnen und Alltagskosten bleiben ungelöst. Die laufenden Betrugsermittlungen verstärken die Unsicherheit in einer ohnehin schon labilen Lage.

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