07 June 2026, 06:20

Niederrheinische Industrie startet 2026 mit historischen Umsatzeinbrüchen in die Krise

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Niederrheinische Industrie startet 2026 mit historischen Umsatzeinbrüchen in die Krise

Industrieunternehmen im Niederrheinischen Binnenraum starten mit Schwierigkeiten ins Jahr 2026

Die Industrie im zentralen Niederrhein verzeichnete einen holprigen Jahresbeginn 2026. Im ersten Quartal brachen die Umsätze stark ein, wobei nahezu alle Branchen Rückgänge meldeten. Die regionale Entwicklung blieb damit hinter dem Landestrend zurück und wirft Fragen nach der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit der Region auf.

Die Erlöse im verarbeitenden Gewerbe des zentralen Niederrheins sanken in den ersten drei Monaten des Jahres um 9,9 Prozent. Dieser Rückgang fiel deutlich stärker aus als der Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent und unterstreicht die regionalen Herausforderungen.

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Besonders hart traf es die chemische Industrie, deren Umsätze um 17,0 Prozent einbrachen. Der Maschinenbau verzeichnete ein Minus von 20,8 Prozent, während die Nahrungs- und Genussmittelbranche einen Rückgang von 11,9 Prozent hinnehmen musste. Lediglich die Metallherstellung und -verarbeitung bildete eine Ausnahme und verbuchte ein leichtes Plus von 1,0 Prozent.

Auch exportorientierte Unternehmen der Region litten unter der schwachen Konjunktur: Ihre Umsätze gingen um 11,0 Prozent zurück. Gleichzeitig schwächte sich die Binnennachfrage ab, sodass die Inlandsumsätze um 8,4 Prozent sanken. Im Kreis Viersen lagen die Gesamtumsätze 5,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Er betonte die Notwendigkeit, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken. Steinmetz begrüßte die Hochtechnologie-Agenda des Bundesministeriums für Bildung und Forschung als richtigen Schritt, machte jedoch deutlich, dass konkrete Umsetzungspläne entscheidend für die Erholung seien.

Der industrielle Sektor im zentralen Niederrhein beginnt das Jahr 2026 mit schwacher Performance. Die meisten Branchen verzeichneten deutliche Umsatzrückgänge – nur die Metallproduktion bildete eine Ausnahme. Nun hofft die Region auf politische Maßnahmen, um die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren und zu festigen.

Quelle