Neun Helden erhalten Staatsrettungsmedaille nach grausamem Angriff in Ratingen
Edgar WilmsenNeun Helden erhalten Staatsrettungsmedaille nach grausamem Angriff in Ratingen
Neun Einsatzkräfte werden für ihren Mut ausgezeichnet, nachdem sie vor zweieinhalb Jahren einen brutalen Angriff überlebt haben. Die Verleihung der Staatsrettungsmedaille findet am 7. November 2025 in Gelsenkirchen statt und wird von Ministerpräsident Hendrik Wüst ausgerichtet. Die Zeremonie würdigt ihre lebensrettenden Taten während eines grausamen Vorfalls in Ratingen.
Im Frühjahr 2023 hatte sich ein 57-jähriger Mann namens Frank P. in seiner Wohnung in Ratingen verschanzt. Als die Rettungskräfte eintrafen, griff er sie mit Benzin und einer Explosion an und setzte sie in Brand. Bei dem Angriff wurden fünf Feuerwehrleute, zwei Polizisten, ein Rettungssanitäter und ein Notarzt verletzt.
Acht der neun Einsatzkräfte erlitten dauerhafte Schäden. Eine 25-jährige Polizistin und ein Kollege kehrten später in den Dienst zurück, doch andere können seitdem nicht mehr arbeiten. Ermittler stellten später fest, dass Frank P. wochenlang mit der Leiche seiner Mutter in der Wohnung gelebt hatte, bevor es zum Angriff kam.
Frank P. wurde in fünf Fällen wegen versuchten Mordes verurteilt. Das Gericht sah in seinem tief verwurzelten Staatshass das Motiv für die Tat. Er erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit zur vorzeitigen Entlassung für 15 Jahre.
Die bevorstehende Ehrung würdigt offiziell den Mut und das Opfer der Einsatzkräfte. Ihre Verletzungen und anhaltenden Kämpfe zeigen, wie nachhaltig die Folgen des Angriffs sind. Die Staatsrettungsmedaille dient als öffentliche Anerkennung für ihr Handeln unter extremer Lebensgefahr.






