17 June 2026, 17:01

Münster startet Langzeitprojekt für mehr Demokratie in Problemvierteln

POL-MS: Zusammenarbeit in Coerde als Modell: Jugendzentren, Spaziergänge und Aktions Tage für mehr Zusammenhalt

Münster startet Langzeitprojekt für mehr Demokratie in Problemvierteln

Münster startet Langzeitinitiative zur Stärkung der demokratischen Teilhabe in benachteiligten Stadtteilen

Die Stadtverwaltung und die Polizei Münsters haben unter dem Namen „Demokratie stärken“ eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen, um in sozial besonders belasteten Gebieten das demokratische Engagement zu fördern. Ziel der Partnerschaft ist es, Probleme wie hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut durch die Stärkung des lokalen Zusammenhalts anzugehen.

Die Vereinbarung wurde am 1. September 2023 offiziell von Oberbürgermeister Markus Lewe und Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichnet. Sie knüpft an die Erfolge früherer Projekte im Stadtteil Coerde an, wo ähnliche Ansätze bereits positive Wirkung gezeigt haben. Kathrin Freund, die bisher das Projekt „Coerde Zukunft“ geleitet hat, übernimmt nun die Leitung der ausgeweiteten stadtweiten Zusammenarbeit.

Im Rahmen der Initiative sollen präventive Maßnahmen die Integration und bürgerliche Teilhabe fördern. Dazu gehören Sportevents, Dialogforen und Aktionstage zu Themen wie Lärm, Müll und Sicherheit. Lokale Vereine, Unternehmen und Organisationen wirken bei der Entwicklung und Durchführung dieser Aktivitäten mit. Zudem sind regelmäßige Spaziergänge durch die Nachbarschaften geplant, um mit Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Stadt und Polizei arbeiten bereits unter dem Motto „Vor Ort präsent sein – Demokratie stärken“ mit weiteren Partnern zusammen. Ziel ist es, das Programm zu einem dauerhaften Bestandteil des Gemeinschaftslebens in Münster zu machen. Bewährte lokale Strategien sollen dabei auf andere Stadtteile mit ähnlichen Herausforderungen übertragen werden.

Interessierte Bürgerinnen, Bürger sowie Gruppen können sich bei der Stadtverwaltung oder der Polizei über Möglichkeiten zur Mitwirkung informieren. Die ersten Aktivitäten sollen in den kommenden Monaten starten.

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