08 April 2026, 02:19

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Straßen-Umbenennung vorerst

Schwarz-weiß-Postkarte einer Stadtstraße in Hannover, Deutschland, mit Gebäuden, Straßenmasten, Lampen, Fußgängern und einem Himmel, mit Text und einer Briefmarke unten.

Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Straßen-Umbenennung vorerst

Eine Bürgerinitiative in Münster-Mitte hat erfolgreich genug Unterschriften gesammelt, um die Umbenennung von fünf Straßen anzufechten. Die Kampagne, die 6.071 gültige Unterschriften vorlegen konnte, zwingt den Bezirksrat nun, seine Entscheidung noch einmal zu überprüfen. Sollte der Rat an seinem ursprünglichen Plan festhalten, kommt es zu einer öffentlichen Abstimmung.

Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße, die Otto-Weddigen-Straße und die Langemarckstraße. Diese Straßennamen werden seit 2020 im Rahmen eines umfassenderen Prüfverfahrens für zwischen 1933 und 1945 verliehene Bezeichnungen überarbeitet.

Im September 2024 führte der Stadtrat neue Richtlinien für öffentliche Ehrungen ein. Diese Regeln legen ein standardisiertes Vorgehen für Straßenumbenennungen fest, darunter parteiübergreifende Absprachen und klare Schritte zur Bürgerbeteiligung. Dennoch plädiert die Initiative dafür, die bisherigen Namen beizubehalten.

Der Bezirksrat wird am 11. November entscheiden, ob er die Petition annimmt oder eine Volksabstimmung anstrebt. Damit das Votum erfolgreich ist, müssen mehr als zehn Prozent der Bezirksbevölkerung teilnehmen, und eine Mehrheit muss sich für die Beibehaltung der aktuellen Namen aussprechen. Die für eine gültige Petition in Gebieten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern erforderliche Hürde liegt bei fünf Prozent der Wahlberechtigten – ein Ziel, das die Initiative bereits erreicht hat.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Entscheidung liegt nun beim anstehenden Beschluss des Bezirksrats. Lehnt dieser die Petition ab, haben die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Referendum das letzte Wort. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob die fünf umstrittenen Straßennamen bleiben oder nach den neuen Richtlinien ersetzt werden.

Quelle