08 June 2026, 02:18

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Angebot zum Kauf aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Der indische Stahlkonzern Jindal Steel hat ein unverbindliches Angebot für die Übernahme der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Der Vorstoß findet bereits Rückhalt bei Gewerkschaften und Betriebsräten. Nun wird der Vorstand von Thyssenkrupp die finanziellen und strategischen Auswirkungen des Angebots prüfen.

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Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlproduzenten Indiens, ist in Afrika und Australien aktiv. Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 22 Prozent. Im Rahmen des Angebots plant Jindal Steel, mehr als 2 Milliarden Euro in den Standort Duisburg zu investieren, um die Kapazitäten der Lichtbogenöfen auszubauen und ein lange verzögertes Direktreduktionswerk (DRI-Anlage) fertigzustellen.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro bei einem bereinigten operativen Gewinn von 261 Millionen Euro. Der Betriebsrat der Sparte begrüßte das Übernahmeangebot als positives Signal für die Arbeitsplatzsicherheit und zeigte sich gesprächsbereit mit Jindal Steel.

Das indische Unternehmen hat zugesichert, das industrielle Erbe von Thyssenkrupp zu bewahren und die Sparte gleichzeitig zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas umzubauen. Die mächtige Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) unterstützt die Transaktion und verweist auf Vorteile für die Belegschaft. Der Thyssenkrupp-Vorstand wird das Angebot anhand von wirtschaftlicher Tragfähigkeit, Plänen für die grüne Transformation und Arbeitsplatzstabilität bewerten.

Sollte die Übernahme genehmigt werden, könnte sie erhebliche Investitionen nach Duisburg bringen und die Zukunft der Thyssenkrupp-Stahlproduktion sichern. Zudem würde die Sparte damit eine Führungsrolle in der klimaneutralen Stahlherstellung einnehmen. Die endgültige Entscheidung von Thyssenkrupp hängt von weiteren Verhandlungen und einer gründlichen Due-Diligence-Prüfung ab.

Quelle