Ibbenbüren baut für 23 Millionen Euro – doch nur fünf Schüler sind angemeldet
Edgar WilmsenIbbenbüren baut für 23 Millionen Euro – doch nur fünf Schüler sind angemeldet
Ibbenbüren plant trotz sinkender Schülerzahlen neuen Hauptschulbau für 23 Millionen Euro bis 2030
Trotz rückläufiger Schülerzahlen will Ibbenbüren bis 2030 ein neues Hauptschulgebäude für 23 Millionen Euro errichten. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der immer mehr Eltern für ihre Kinder ein Gymnasium bevorzugen. Für das Schuljahr 2025/2026 sind derzeit nur fünf Schülerinnen und Schüler angemeldet.
Die Hauptschule der Stadt kämpft seit Jahren mit schrumpfenden Anmeldezahlen. Viele Eltern entscheiden sich stattdessen für ein Gymnasium, da sie sich davon bessere soziale Aufstiegschancen für ihre Kinder versprechen. Dieser Trend hat dazu geführt, dass die Hauptschule derzeit nur fünf angemeldete Schüler verzeichnet – wobei spätere Nachmeldungen noch möglich sind.
In Ibbenbüren gibt es zwei Gymnasien – eines in städtischer Trägerschaft und eine katholische Realschule – sowie eine Gesamtschule, die pro Jahrgangsstufe auf vier Züge begrenzt ist. Die beiden Standorte der Hauptschule beherbergen derzeit eine Mischung aus geflüchteten Kindern, Quereinsteigern aus anderen Schulen und Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Schule verfügt über eine Zertifizierung für "inklusives Lernen", räumt jedoch Schwächen bei der Bewältigung von Störungen im Unterricht und der Differenzierung des Lernstoffs ein.
Eltern fordern seit Langem ein verlängertes gemeinsames Lernen sowie die Möglichkeit, dass leistungsschwächere Kinder an derselben Schule ihr Abitur ablegen können. Der Neubau folgt auf die Zusammenlegung zweier bestehender Standorte, die bisher nach Jahrgangsstufen aufgeteilt waren.
Die meisten lokalen Parteien unterstützen das 23-Millionen-Projekt, nur eine Fraktion lehnt die Pläne ab. Die Zukunft der Schule bleibt mit der grundsätzlichen Debatte über Bildungswege in der Stadt verknüpft.
Die Fertigstellung des neuen Hauptschulgebäudes ist für 2030 vorgesehen. Es soll die bisherige Aufteilung auf zwei Standorte ersetzen, doch die Herausforderungen bei den Schülerzahlen bestehen fort. Die Entscheidung der Stadt spiegelt die anhaltenden Diskussionen über Schulwahl und Bildungschancen für alle Kinder wider.






