Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt hält Feuerwehr in Atem
Michaele LindnerGefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt hält Feuerwehr in Atem
Gefahrguteinsatz in Schwelm: Feuerwehr rückt nach Quecksilber-Austritt an
Am 12. September 2025 rückten Rettungskräfte zu einem Gefahrguteinsatz in Schwelm aus. Nach Meldungen über eine unbekannte, austretende Substanz in einem Wohngebäude wurde die Feuerwehr zur Schützenstraße gerufen. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden und band fast 30 Einsatzkräfte.
Auslöser war ein beschädigter Behälter mit Quecksilber, der im Keller eines Mehrfamilienhauses entdeckt worden war. Die Feuerwehrkräfte trafen zunächst zur Erkundung ein, leiteten jedoch nach der Identifizierung des ausgetretenen Stoffs als Quecksilber umgehend eine Großalarmierung ein.
Ein spezielles Quecksilber-Bindemittel-Set wurde von der Feuerwehr Wuppertal angefordert. Zudem wurden ein Chemikalien-Berater und ein Messfahrzeug aus Gevelsberg angefordert. Einsatzleiter Jan Poschmann koordinierte die Maßnahmen, teilte das Gebiet in Abschnitte ein und verfügte die Evakuierung der Hausbewohner.
Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Rettungskräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz. Ein Team in Vollschutzanzügen und mit Atemschutzgeräten barg das ausgetretene Quecksilber vorsichtig und sicherte es in speziellen Behältern. Für die vorübergehend obdachlosen Anwohner wurde ein beheizter Verpflegungs- und Betreuungsbus (VER) auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Supermarkts eingerichtet.
Nach der akuten Gefahrenabwehr wurde die Einsatzstelle an ein Fachunternehmen für die Dekontamination übergeben. Dessen Aufgabe umfasst die sichere Entsorgung des geborgenen Quecksilbers, der kontaminierten Ausrüstung sowie eventueller Reststoffe. Gegen 1:30 Uhr wurde der Einsatz offiziell beendet.
Der Vorfall erforderte eine abgestimmte Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehreinheiten. Die Bewohner wurden vorübergehend umgesiedelt, während das Quecksilber fachgerecht entfernt und das Gebäude dekontaminiert wurde. Das spezialisierte Unternehmen wird nun sicherstellen, dass die Einsatzstelle vollständig saniert ist, bevor die Anwohner zurückkehren können.






