Fußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Evi HeuserFußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit Fußballturnier für Zusammenhalt und Respekt
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier zu Ende, das Einheit und gegenseitigen Respekt förderte. Neun Mannschaften aus religiösen Gemeinschaften und politischen Parteien traten dabei nicht um Pokale, sondern im Zeichen des Fairplays gegeneinander an. Statt Trophäen erhielt jedes Team ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus".
Das unter dem Motto "Gegen Rassismus kicken" ausgetragene Turnier wurde vom Bündnis Bergisch Gladbach gegen Rassismus und für Vielfalt organisiert. Das 2024 gegründete Bündnis vereint über 30 lokale Organisationen, die sich für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen. Schirmherr der Veranstaltung war Bürgermeister Marcel Kreutz, der damit das klare Bekenntnis der Stadt gegen Diskriminierung unterstrich.
Anders als bei herkömmlichen Wettbewerben kam das Spiel ohne Schiedsrichter aus – die Spieler:innen waren selbst für Fairness und Respekt verantwortlich. Dies entsprach der Kampagnenbotschaft: "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und rechtsextreme Ideologien". Am Ende setzte sich der IGMG Bergisch Gladbach e.V. durch und wurde von Kreutz sowie weiteren Gästen gefeiert.
Die Veranstaltung war Teil einer bundesweiten Initiative: Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus fanden in Deutschland über 3.700 Aktionen statt, wobei Sportvereine eine zentrale Rolle spielten. Auch Städte wie Bottrop und Hagen veranstalteten ähnliche Projekte, wenn auch die genauen Teilnehmerzahlen je Kommune nicht bekannt sind.
Mit dem Turnier endete die Kampagne 2026, doch das Engagement Bergisch Gladbachs für Vielfalt bleibt bestehen. Das Bündnis baut auf dem Erfolg der Veranstaltung und der Beteiligung an den landesweiten Anti-Rassismus-Aktivitäten auf. Die Organisator:innen hoffen, dass die symbolträchtigen Banner und die Fairplay-Kultur nachhaltig in der lokalen Gemeinschaft wirken.






