07 April 2026, 14:40

Flucht, Durchhaltevermögen und ein Neuanfang: Wie eine Journalistin in Deutschland Fuß fasst

Plakat, das Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Flucht, Durchhaltevermögen und ein Neuanfang: Wie eine Journalistin in Deutschland Fuß fasst

Von der Flucht zur neuen Chance: Wie eine geflüchtete Journalistin in Deutschland Fuß fasst

Nach der Flucht aus Afghanistan mit einem Abschluss in Politikwissenschaft und Erfahrung als Journalistin hat eine Geflüchtete den Weg durch Deutschlands komplexes Bildungssystem gemeistert, um ihre Karriere neu aufzubauen. Jahre des Wartens, Sprachbarrieren und nicht anerkannte Qualifikationen prägten diesen Weg – doch Durchhaltevermögen eröffnete schließlich neue Möglichkeiten in Medien und sozialer Arbeit.

Mittlerweile arbeitet sie als Content-Managerin und mobile Familienhelferin. Für sie ist Integration eine gemeinsame Aufgabe von Geflüchteten und Gesellschaft. Bildung und Arbeit, so ihre Überzeugung, sind die entscheidenden Brücken, um dies zu erreichen.

Die Autorin kam mit einem politikwissenschaftlichen Abschluss und einer Tätigkeit als Journalistin bei TOLOnews nach Deutschland. Doch zwei Jahre lang blieb ihr der Zugang zu Integrationskursen, Arbeit oder offiziellen Sprachkursen verwehrt. Ihr Leben schien auf Pause – ohne klare Perspektive.

Entschlossen, voranzukommen, lernte sie selbstständig Deutsch. Später ermöglichte ihr eine Förderung von Reporter ohne Grenzen einen beruflichen Sprachkurs. Trotz dieser Bemühungen wurden ihre Abschlüsse nicht anerkannt, und Sprachhürden erschwerten den Wiedereinstieg in den Journalismus.

Viele Geflüchtete mit beruflicher Qualifikation erleben ähnliche Hindernisse und landen oft in Helfertätigkeiten. Die Autorin fand zunächst als freiwillige Journalistin eine Aufgabe, bevor sie in die mobile Familienhilfe in Dormagen wechselte. Heute verantwortet sie zudem die Inhalte für den Toneart Shop – eine Tätigkeit, die ihr finanzielle Unabhängigkeit und Sinn stiftet.

Rückblickend beschreibt sie Integration als beidseitigen Prozess. Zwar bleibt das deutsche Bildungssystem komplex, doch sie fühlt sich ihrem Ziel, wirklich anzukommen, näher als je zuvor.

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Ihr Weg – vom Warten bis hin zu Medien- und Sozialarbeit – zeigt die Herausforderungen und Chancen für Geflüchtete in Deutschland. Ihre Geschichte unterstreicht, wie Bildung und Arbeit dabei helfen können, ein neues Leben aufzubauen, selbst wenn das System Steine in den Weg legt.

Für viele wie sie sind die Anerkennung von Fähigkeiten und der Zugang zu Möglichkeiten entscheidend. Ohne sie bleibt Potenzial ungenutzt – und die Gesellschaft verliert wertvolle Beiträge.

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