Essen baut riesigen Solar-Carport auf Messe-Parkplatz für mehr Ökostrom
Edgar WilmsenEssen baut riesigen Solar-Carport auf Messe-Parkplatz für mehr Ökostrom
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen in der gesamten Stadt voran. Die Maßnahme ist Teil der Klimaziele im Rahmen des "Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans" (SECAP), der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft ist. Ein zentrales Projekt ist eine große Solar-Carport-Anlage auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen, deren Bau im Herbst 2026 beginnen soll.
Die Stadt hatte zunächst 29.840 potenzielle Teilflächen für Solarparks geprüft. Theoretisch könnten diese Standorte etwa 538 Megawatt (MW) an Freiflächen-Photovoltaik-Leistung aufnehmen. Doch ein Großteil der städtischen Flächen fiel aufgrund bestehender Projekte oder begrenzter Netzanschlüsse weg.
Nun wurden sechs Standorte für eine abschließende Bewertung ausgewählt. Sollte die Genehmigung erteilt werden, wird der Solar-Carport auf dem P10-Parkplatz der Messe Essen rund 19 Hektar umfassen. Geplant sind etwa 25.000 Solarmodule, die eine Leistung von rund 11 Megawatt Peak (MWp) erzeugen sollen. Der produzierte Strom wird über das Umspannwerk Haarzopf ins Netz eingespeist.
Das Vorhaben steht im Einklang mit der deutschen Strategie für erneuerbare Energien gemäß dem "Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023" (EEG 2023). Essens Fokus auf Freiflächen-PV-Anlagen soll den Fortschritt hin zu den Klimazielen beschleunigen.
Der Baubeginn für den Solar-Carport ist für den Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der finalen Genehmigungen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Essens Bestrebungen, die Erzeugung erneuerbarer Energien auszubauen. Nach der Inbetriebnahme wird es direkt ins städtische Stromnetz einspeisen und die übergeordneten Nachhaltigkeitsziele der Stadt unterstützen.






