Emschergenossenschaft startet 45-Millionen-Euro-Sanierung des Klärwerks Bottrop
Evi HeuserEmschergenossenschaft startet 45-Millionen-Euro-Sanierung des Klärwerks Bottrop
Die Emschergenossenschaft hat mit der umfassenden Sanierung ihres Klärwerks in Bottrop begonnen. Das Projekt sieht die Modernisierung der Nachklärung vor, während der Betrieb der Anlage durchgehend aufrechterhalten wird. Rund 45 Millionen Euro fließen in die Aufwertung der Wasserinfrastruktur am Standort.
Das Klärwerk Bottrop ist die erste großtechnische Abwasserbehandlungsanlage Deutschlands, die vollständige Energieautarkie erreicht hat. Die Sanierung umfasst neun separate Bauabschnitte, wobei sich die ersten drei Phasen auf die Erneuerung der Hauptzulaufkanäle konzentrieren. Um den Betrieb sicherzustellen, übernimmt eine temporäre Pumpenanlage während der Arbeiten die Steuerung des Abwasserstroms.
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Nachklärsystem mit 36 Klärbecken. Um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten, dürfen maximal vier Becken gleichzeitig außer Betrieb genommen werden. Zu den Verbesserungen zählen vergrößerte Einlauföffnungen in den Klärbecken sowie der Einbau optimierter Leitbleche.
Weitere Maßnahmen umfassen den Austausch veralteter Schlammräumer durch zwei neue Einheiten, von denen jede zwei Becken bedient, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Zudem wird ein neues Kanalbelüftungssystem eingeführt, das für eine gleichmäßige Luftverteilung sorgt, während die Abdeckung der gereinigten Wasserkanäle das Algenwachstum reduzieren soll.
Ziel des Projekts ist es, die Lebensdauer und Effizienz des Bottroper Klärwerks zu verlängern. Sämtliche Modernisierungsarbeiten werden durchgeführt, ohne die Abwasserbehandlung zu unterbrechen. Die Investition von 45 Millionen Euro unterstreicht das Engagement der Emschergenossenschaft für hohe Standards im Wassermanagement.






