01 May 2026, 02:25

Düren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen finanzielle Kehrtwende

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon spricht, hinter ihnen ist eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen, der mit Ballons geschmückt ist.

Düren diskutiert Rückkehr der Kita-Gebühren – Eltern protestieren gegen finanzielle Kehrtwende

Der Kreistag von Düren kommt heute zusammen, um über die Wiedereinführung von Kita-Gebühren zu beraten. Seit 2018 zahlen die meisten Familien in der Region keine Betreuungskosten mehr, doch die steigende Verschuldung zwingt nun zu einer Neubewertung. Eine aktuelle Entscheidung der Bezirksregierung Köln hat die Debatte zusätzlich befeuert.

Seit 2018 sind die Kitas in Düren für fast alle Eltern beitragsfrei. Nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro müssen weiterhin zahlen. Doch der wachsende finanzielle Druck veranlasst die Verantwortlichen nun, die Wiedereinführung von Gebühren zu prüfen – eine Maßnahme, die Millionen an Mehreinnahmen bringen könnte.

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Die Bezirksregierung Köln hat kürzlich ihre Haltung zu den Kita-Gebühren geändert. Sie hat den Kreis aufgefordert, bis zum 23. Oktober eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Ab August 2026 könnten die Gebühren in einem gestaffelten System zurückkehren, das sich am Einkommen der Eltern und der Betreuungsdauer der Kinder orientiert.

Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert den Schritt scharf. Mitglieder werfen den Politikern vor, sie mit der plötzlichen Kehrtwende getäuscht zu haben. Gleichzeitig übernehmen am 1. November ein neuer Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt – was weitere Änderungen an den Plänen nicht ausschließt.

Falls die Gebühren wieder eingeführt werden, soll dies ab 2026 nach einem gestuften Modell erfolgen. Der Kreis erhofft sich dadurch eine Entlastung der Haushaltslage, während einkommensschwächere Familien weiterhin unterstützt werden sollen. Die endgültige Entscheidung liegt bei dem neu gewählten Gremium nach der Amtsübergabe im nächsten Monat.

Quelle