07 April 2026, 22:23

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Schweigemarsch und Kranzniederlegung

Ein Holocaust-Denkmal in einem Stadtplatz, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze auf dem Boden und verstreuten trockenen Blättern, sowie Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit Schweigemarsch und Kranzniederlegung

Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 in Duisburg

Eine Gedenkfeier erinnert am kommenden Montag, dem 10. November, an den 85. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 in Duisburg. Die von der Stadtverwaltung und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisierte Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Oberbürgermeister Sören Link wird die Feierlichkeiten mit einer Rede zum Thema "Füreinander einstehen" eröffnen.

Ein musikalisches Programm, gestaltet von Schülerinnen und Schülern des St.-Hildegardis-Gymnasiums, bereichert die Gedenkstunde. Im Anschluss an die Ansprachen schließt sich ein Schweigemarsch an, angeführt von Oberbürgermeister Link. Die Prozession führt zur hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall und passiert dabei die "Stolpersteine" – jene Messingplatten im Gehweg, die an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern.

Unterwegs wird an der Stadtmauer ein Kranz niedergelegt. An dem Marsch beteiligen sich Duisburger Schülerinnen und Schüler, darunter Vertretungen der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Krupp-Gymnasiums. Das Begleitprogramm entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Erinnerungskultur (ZfE), dem Stadtarchiv und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg bleibt während der Veranstaltung jedoch für Besucher geschlossen. Aufgrund laufender Ausgrabungsarbeiten ist das Gelände vorerst nicht zugänglich.

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Die Gedenkfeier vereint Schulen, lokale Initiativen und die Öffentlichkeit, um der Ereignisse von 1938 zu gedenken. Der Schweigemarsch und die Zeremonie sollen die Opfer der Pogrome ehren und zugleich die Bedeutung von Solidarität unterstreichen. Den Abschluss bildet die Kranzniederlegung an der Stadtmauer.

Quelle