Bundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Michaele LindnerBundesweite Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Zoll startet bundesweite Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
Der deutsche Zoll hat eine groß angelegte bundesweite Kontrollwelle gegen nicht gemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitswirtschaft eingeleitet. Die Aktion wird von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls koordiniert und richtet sich gegen Unternehmen im Objekt- und Veranstaltungsschutz in ganz Deutschland. Mehr als 2.100 Beamte sind seit dieser Woche an den Überprüfungen beteiligt.
Im Fokus stehen Betriebe, bei denen der Verdacht auf Verstöße gegen Arbeitsgesetze besteht – etwa unerlaubte Leiharbeit oder die Missachtung des Mindestlohns. Zudem prüfen die Behörden mögliche Sozialleistungsbetrugsfälle sowie die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Die Kontrollen basieren auf Risikoanalysen und umfassen sowohl Stichproben als auch umfassende Betriebsprüfungen.
An der Aktion sind sämtliche Hauptzollämter Deutschlands beteiligt, was das Ausmaß der Operation unterstreicht. Zwar liegen noch keine bundesweiten Zahlen zu Sanktionen vor, doch erste Daten aus Niedersachsen zeigen: 372 Unternehmen wurden bereits überprüft, dabei gab es 429 Verdachtsfälle. Die FKS verschärft zwar regelmäßig die Kontrollen in risikoreichen Branchen, doch die aktuelle Großrazzia stellt eine konzertierte Offensive gegen die gesamte Sicherheitsbranche dar.
Geprüft wird unter anderem, ob die Unternehmen ihren Verpflichtungen in der Sozialversicherung und bei der Steuer nachkommen. Erste vorläufige Ergebnisse der Kontrollen werden im Laufe der Woche erwartet.
Ziel der Aktion ist es, die Einhaltung von Arbeits- und Sozialgesetzen durchzusetzen. Durch die Bekämpfung von Schwarzarbeit sollen öffentliche Einnahmen gesichert und faire Wettbewerbsbedingungen in der Sicherheitsbranche gewährleistet werden. Endgültige Zahlen zu Verstößen und Strafen werden nach Abschluss der Kampagne veröffentlicht.






