Bundesverdienstkreuz für Ute Schallenbergs lebenslanges ehrenamtliches Engagement
Michaele LindnerBundesverdienstkreuz für Ute Schallenbergs lebenslanges ehrenamtliches Engagement
Ute Schallenberg aus Isselhorst ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden – eine Würdigung für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte ihr die Auszeichnung in Anerkennung ihres Einsatzes für die Gemeinschaft, die Musik und die Unterstützung von Geflüchteten. Für Schallenberg ist die Ehrung jedoch kein persönlicher Triumph, sondern ein gemeinsamer Erfolg all jener, die sie auf ihrem Weg begleitet haben.
Ihr Engagement begann in den 1980er-Jahren, als sie sich für die Schaffung einer hauptamtlichen Kantorenstelle in ihrer Heimatgemeinde einsetzte. Dank ihres Einsatzes wurde die Position eingerichtet und bereicherte das musikalische Leben der Gemeinde nachhaltig. Später wurde sie zur treibenden Kraft hinter dem Förderverein für Kirchenmusik: als Initiatorin, Mitgründerin und langjährige Vorsitzende prägte sie dessen Arbeit maßgeblich.
Doch Schallenbergs Wirken beschränkte sich nicht auf die Musik. Als 2020 jesidische Familien in Niehorst ankamen, stand sie ihnen mit praktischer Hilfe zur Seite – von der Organisation des täglichen Bedarfs bis hin zur Vermittlung sozialer Kontakte. Um den Kindern eine Heimat zu geben, gründete sie einen kleinen Chor, der ihnen nicht nur eine kreative Ausdrucksmöglichkeit bot, sondern auch ein Gefühl der Zugehörigkeit vermittelte. Ihr Mann Wolfgang unterstützte diese Projekte, indem er Kirchenkonzerte aufzeichnete und CDs produzierte, um die Musik einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
Ihr gesamtes Leben lang ließ sich Schallenberg von ihrem christlichen Glauben leiten. Ob durch Musik, Flüchtlingshilfe oder Gemeinschaftsprojekte – stets stand für sie das Wohl der Menschen in ihrem Umfeld im Mittelpunkt.
Mit dem Bundesverdienstkreuz wird Schallenbergs bleibender Einfluss auf Isselhorst und die Region gewürdigt. Ihre Initiativen – von der Kirchenmusik bis zur Integration von Geflüchteten – haben spürbare Spuren in der Gemeinschaft hinterlassen. Die Auszeichnung unterstreicht zugleich, wie gemeinsames Handeln, getragen von Glauben und Mitgefühl, nachhaltigen Wandel bewirken kann.






