22 March 2026, 02:17

BP beschleunigt Umstrukturierung bei Rekord-Ölpreisen von 112 Dollar pro Barrel

Liniendiagramm, das die Wertminderungen von Vermögenswerten für Ölunternehmen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

BP beschleunigt Umstrukturierung bei Rekord-Ölpreisen von 112 Dollar pro Barrel

BP beschleunigt seine interne Umstrukturierung, während die Ölpreise auf fast 112 Dollar pro Barrel steigen. Das Unternehmen hat Pläne bekannt gegeben, die Kosten weiter zu senken und Vermögenswerte zu veräußern, um seine finanzielle Position zu stärken. Zu den jüngsten Schritten gehören der Verkauf einer großen Raffinerie in Deutschland sowie eine Heraufstufung der Aktienbewertung durch HSBC-Analysten.

Die globalen Ölmärkte sind durch schwere Blockaden in der Straße von Hormus stark beeinträchtigt, wodurch fast 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte (LNG) zum Stillstand kamen. Die Preise für Brent-Rohöl kletterten auf etwa 112 Dollar pro Barrel, was Energieunternehmen wie BP zwingt, ihre Strategien anzupassen.

BP strebt nun strukturelle Kostensenkungen in Höhe von 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar bis 2027 an. Ziel ist es, zukünftige Cashflows zu sichern und die Bilanz zu verbessern. Zudem plant das Unternehmen bis dahin Vermögensveräußerungen im Wert von 20 Milliarden Dollar, wobei bereits mehr als die Hälfte dieses Betrags gesichert ist.

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Ein zentraler Veräußerungsschritt betrifft die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen, die jährlich 12 Millionen Tonnen Öl verarbeitet. Der Standort mit rund 1.800 Mitarbeitern wird an die Klesch Group übergeben. HSBC reagierte auf den Verkauf mit einer Heraufstufung der BP-Aktie von "Reduzieren" auf "Halten" und erhöhte das Kursziel – unter Verweis auf eine mögliche Entlastung von bis zu 1,7 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten.

Unterdessen eskalieren die Arbeitskonflikte in BPs Raffinerie in Whiting, Indiana. Nach dem Scheitern von Tarifverhandlungen wurden etwa 800 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte ausgeschlossen. Die Unternehmensführung betonte jedoch, dass die Produktion voraussichtlich keine größeren Beeinträchtigungen erfahren werde.

Die US-Regierung griff zudem in die Lieferkettenprobleme ein, indem sie eine 60-tägige Ausnahmeregelung für den Jones Act erließ. Dadurch dürfen ausländische Schiffe Güter zwischen US-Häfen transportieren, was die logistischen Engpässe in der aktuellen Marktvolatilität verringert.

BPs Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund hoher Ölpreise und operativer Herausforderungen. Durch Kostensenkungen, Vermögensverkäufe und Desinvestitionen will das Unternehmen seine finanzielle Perspektive stabilisieren. Mit einem beträchtlichen Teil des Veräußerungsziels bereits erreicht, passt sich BP weiterhin einem sich rasant wandelnden Energiemarkt an.

Quelle