Bergische Uni droht das Aus für den Architektur-Studiengang durch Mittelkürzungen
Traudl GertzBergische Uni droht das Aus für den Architektur-Studiengang durch Mittelkürzungen
Bergische Universität könnte Architektur-Studiengang schließen – Landesmittel drohen zu sinken
Die Bergische Universität steht vor der möglichen Schließung ihres Architektur-Studiengangs, nachdem die Landesförderung voraussichtlich gekürzt wird. Der Haushalt der Hochschule weist ein potenzielles Defizit von 5,7 Millionen Euro auf, was die Zukunft des Fachbereichs infrage stellt. Dozenten und Studierende warten nun gespannt auf die Entscheidung über die Neuaufnahmen im kommenden Jahr.
Ab 2026 rechnet die Universität mit geringeren Zuschüssen, was mehrere Fachbereiche unter Druck setzt. Bis 2033 werden acht der elf Professuren in Architektur unbesetzt sein – Lücken, die sich möglicherweise nicht mehr schließen lassen. Prof. Christoph Grafe, Dekan des Studiengangs, warnte, dass nicht besetzte Stellen letztlich zur Einstellung des Programms führen könnten.
Da der Landeshaushalt für das nächste Jahr noch nicht beschlossen ist, bleibt die Situation ungewiss. Sollte die Universität ihre Pläne umsetzen, würden 2025 keine neuen Architektur-Studierenden mehr immatrikuliert. Trotz der Herausforderungen stößt der Studiengang auf großes Interesse: Für eine einzige ausgeschriebene Professur im kommenden Jahr gingen über 80 Bewerbungen ein.
Grafe betonte die hohen Standards des Studiengangs in Lehre und Forschung. Die Universität versicherte unterdessen den aktuellen Studierenden, dass sie ihr Studium in Wuppertal wie geplant abschließen können.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Architektur-Studiengangs hängt von der Landesförderung und der Personaldecke ab. Ohne ausreichende Mittel könnte die Universität ab dem nächsten Jahr keine Erstsemester mehr aufnehmen. Für bereits Immatrikulierte ändert sich jedoch nichts – sie können ihr Studium wie vorgesehen fortsetzen.






