Bergisch Gladbach kämpft mit OGS-Platzmangel – 32 Kinder ohne Betreuung
Traudl GertzBergisch Gladbach kämpft mit OGS-Platzmangel – 32 Kinder ohne Betreuung
Bergisch Gladbach steht vor Engpässen bei den Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS) für das kommende Schuljahr. Eltern haben 185 Kinder angemeldet, doch die Stadt kann nicht alle unterbringen. Besonders prekär ist die Situation an der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Moitzfeld, wo 13 Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch auf Betreuung keinen Platz erhalten werden.
Ab dem Schuljahr 2026/27 haben in Deutschland alle Grundschulkinder einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung, beginnend mit den Erstklässlern. In Bergisch Gladbach liegt die aktuelle Versorgungsquote in Moitzfeld jedoch nur bei 58 Prozent – deutlich unter dem städtischen Durchschnitt von 76,9 Prozent. Dadurch bleiben 32 Kinder mit Betreuungsanspruch aufgrund fehlender Kapazitäten ohne Platz.
Um die Lage zu entlasten, plant die Stadt an der GGS Heidkamp ein erweitertes Betreuungsmodell mit bis zu 10 zusätzlichen Plätzen einzuführen. Eltern sollen dafür 70 Euro pro Kind und Monat zahlen. Doch diese Lösung erfüllt nicht die gesetzliche Vorgabe von acht Stunden täglicher Betreuung. Eine bedarfsgerechte Erweiterung der GGS- und OGS-Einrichtungen in Moitzfeld wird frühestens 2027 beginnen.
Dennoch wird die Stadt ihre gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber einigen Familien nicht erfüllen können. Das erweiterte Betreuungsmodell bringt zwar eine Teilentlastung, löst das grundsätzliche Platzproblem aber nicht. Pläne für einen vollständigen Ausbau liegen noch in weiter Ferne.
