Bergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit dem Bauturbo-Programm
Michaele LindnerBergisch Gladbach beschleunigt Wohnungsbau mit dem Bauturbo-Programm
Bergisch Gladbach treibt mehrere Wohnbauprojekte voran, um die drängende Wohnungsnot in der Stadt zu bekämpfen. Mit den neuen „Bauturbo“-Regelungen werden seit langem blockierte Vorhaben beschleunigt. In Kürze werden mehrere große Projekte im Stadtplanungsausschuss zur Abstimmung anstehen.
Das Erweiterungsprojekt Kalköfen Carrée hat bereits die Unterstützung der Stadt im Rahmen des Bauturbo-Programms erhalten. Die Verantwortlichen hoffen, damit den Druck auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu verringern. Ein weiteres Vorhaben sieht einen Wohnblock mit 19 Wohnungen und einer Tiefgarage auf einem brachliegenden Grundstück zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage vor.
Die BIG Bensberg GmbH plant zudem, das Schloss Center an der Schlossstraße um drei zusätzliche Stockwerke zu erweitern. Dadurch entstehen 59 barrierearme Wohnungen. Die Stadtverwaltung bewertet dies als kluge Lösung, um die Bebauungsdichte im Einklang mit den städtischen Zielen zu erhöhen.
Ein kleineres Projekt soll eine Baulücke an der Ecke Im Pippelstein und Lachsweg im Stadtteil Lustheide schließen. Hier steht eine informelle Anfrage für ein Gebäude mit acht Wohneinheiten auf der Tagesordnung. Gleichzeitig wird auf dem Gelände der ehemaligen Schlosserei Rodenbach an der Rommerscheider Straße ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage entstehen. Obwohl die geplante Höhe die ursprünglichen Vorgaben überschreitet, befürwortet die Stadt das Vorhaben im Rahmen des Bauturbo-Programms.
Die Projekte markieren einen Wandel in der Bewältigung der Wohnungsnot, indem brachliegende Flächen genutzt werden. Das Bauturbo-Programm hat es ermöglicht, Vorhaben umzusetzen, die zuvor an strengen Bauvorschriften gescheitert waren. Der Stadtplanungsausschuss wird die Anträge in seiner nächsten Sitzung prüfen.






