"Ambient Noise" enthüllt den unsichtbaren Stress im Hochdruckjournalismus der dpa
Traudl Gertz"Ambient Noise" enthüllt den unsichtbaren Stress im Hochdruckjournalismus der dpa
Der Dokumentarfilm Ambient Noise aus dem Jahr 2016 bietet einen seltenen Einblick in die hektische Welt einer großen Nachrichtenagentur. Unter der Regie von Friedrich Rackwitz entstanden, wurde der Film von Meku Film GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) produziert. Für die Kamera zeichnete Carla Muresan verantwortlich, während Rackwitz auch das Drehbuch verfasste. Mit einer Spieldauer von 83 Minuten verbindet der Film dokumentarische und biografische Elemente und lotet behutsam aus, welchen persönlichen Tribut der Hochdruckjournalismus fordert.
Die Handlung spielt sich in der Berliner Redaktion der dpa ab, wo jeder Arbeitsschritt einem präzisen Zeitplan folgt. Über die Jahrzehnte haben sich die Arbeitsmethoden der Agentur gewandelt – von den Schreibmaschinen und Telex-Geräten der 1970er-Jahre bis hin zu den digitalen Tools, Echtzeitdaten und Online-Plattformen von heute. Dieser Wandel spiegelt die größeren Umbrüche in der Medienlandschaft wider, angetrieben durch das Internet und interaktive Technologien.
Ambient Noise feierte seine Premiere ohne Altersbeschränkung und war für den Deutschen Wettbewerb beim DOK.fest München 2016 nominiert. Sein ruhiger, doch aufmerksamer Stil lädt die Zuschauer ein, über die unsichtbaren Anforderungen nachzudenken, die mit der kontinuierlichen Nachrichtenproduktion einhergehen.
Der Film zeichnet ein detailliertes Porträt des modernen Journalismus – von strukturierten Arbeitsabläufen bis hin zum menschlichen Einsatz hinter den Schlagzeilen. Indem er den Fokus auf die Arbeit der dpa legt, zeigt er auf, wie die Technologie die Nachrichtenproduktion verändert hat, während die grundlegenden Herausforderungen – Präzision und Schnelligkeit – bestehen bleiben. Der Dokumentarfilm bleibt eine aktuelle Momentaufnahme einer Branche in ständiger Bewegung.






